Heute ist der 12. Februar 2026 und die Lübecker Bevölkerung ist geschockt über den Fund einer toten Kegelrobbe in der Trave. Das Tier wurde am Ufer des Stadtgrabens auf Höhe des Buniamshof von einem Spaziergänger entdeckt. Die Kegelrobbe war mehr als drei Wochen lang in der Trave unterwegs und wurde nun tot aufgefunden. Die Polizei stellte den Tod der Robbe fest und hat Uferbereiche abgesperrt, um dem Tier Ruhe zu gönnen.

Die Kegelrobbe, die in Lübeck gefunden wurde, könnte möglicherweise das gleiche Tier sein, das zuvor in der Nähe von Grabau (Kreis Stormarn) gesichtet wurde. Diese Robbe schwamm von Travemünde in Richtung Bad Oldesloe, bevor sie schließlich in Lübeck starb. Seehundjäger Eckhard Kasten war in den Tagen zuvor im Austausch mit der Polizei und hatte die Öffentlichkeit gewarnt, mindestens 30 Meter Abstand zur Robbe zu halten, da sie als Deutschlands größte Raubtiere gilt und bis zu 300 kg wiegen kann (LN Online).

Ursache und weitere Schritte

Kasten und sein Kollege Filip Bälder trugen Einmalhandschuhe, um sich vor Keimen zu schützen, da Kasten in der Vergangenheit selbst eine Infektion von einem Schweinswal erlitten hatte. Die tote Robbe wurde in eine Plastiktüte verpackt und in das Auto von Kasten geladen. Sie wird auf dem Gelände der Polizeidirektion Lübeck zwischengelagert, während Experten aus Büsum die Robbe sezieren, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Kasten äußerte, dass die Robbe möglicherweise nicht verhungert ist, obwohl sie nicht füllig war. Ergebnisse der Untersuchung werden in einigen Wochen erwartet.

In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Fotos und Videos von der Robbe, die von vielen Lübeckern geteilt wurden. Zuvor waren auch Robben in der Trave in Bad Oldesloe und im Fluss Beste in Grabau gesichtet worden, was Kasten zu der Vermutung führte, dass es sich um dasselbe Tier handelte. Diese Beobachtungen werfen Fragen auf, wie sich die Robbenpopulation in der Region entwickelt und welche Umweltfaktoren möglicherweise zu solchen Vorfällen führen.

Ein Blick auf die Kegelrobbenpopulation

Kegelrobben sind nicht nur faszinierende Tiere, sondern spielen auch eine wichtige Rolle im Ökosystem der Ostsee. Ihre Population hat in den letzten Jahren zugenommen, was sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Fischbestände und die Küstenökologie haben kann. Es ist von großer Bedeutung, die Gesundheit dieser Population zu überwachen, insbesondere in Anbetracht von möglichen Krankheiten oder Umweltveränderungen, die das Überleben der Tiere beeinflussen könnten (HL Live).

Zusammenfassend stellt der Tod der Kegelrobbe in Lübeck einen bedauerlichen Vorfall dar, der die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen lenkt, mit denen die Robbenpopulation in der Region konfrontiert ist. Experten und Behörden arbeiten daran, die Ursachen zu verstehen und die nächsten Schritte zu planen, um das Wohl der Kegelrobben und ihres Lebensraums zu gewährleisten.