In Lübeck hat ein Spaziergänger am 12. Februar 2026 die Leiche einer Kegelrobbe entdeckt. Das Tier war zuvor mehr als drei Wochen lang in der Trave unterwegs und wurde am Ufer des Stadtgrabens in der Nähe des Buniamshof gesichtet. Die Polizei bestätigte den Tod der Robbe und band ein rotes Flatterband an ihren Hinterlauf, um den Bereich zu sichern. Dies geschah unter der Aufsicht von Seehundjäger Eckhard Kasten, der schon zuvor im Austausch mit der Polizei war und den Bürgern geraten hatte, mindestens 30 Meter Abstand zur Kegelrobbe zu halten.

Kegelrobben sind die größten Raubtiere Deutschlands und können bis zu 300 kg wiegen. Die toten Robben sind nicht nur ein trauriger Anblick, sondern werfen auch Fragen auf: Warum ist das Tier gestorben? Kasten, der in der Vergangenheit selbst von einem Schweinswal infiziert wurde, trug Einmalhandschuhe, als er die Robbe in eine Plastiktüte verpackte. Momentan wird die Robbe auf dem Gelände der Polizeidirektion Lübeck zwischengelagert, bis Experten aus Büsum eine Obduktion vornehmen, um die genaue Todesursache zu ermitteln.

Zusammenhang mit vorherigen Sichtungen

Der traurige Fund könnte mit einer vorherigen Sichtung in der Nähe von Grabau im Kreis Stormarn verknüpft sein. Am Donnerstag, 29. Januar 2026, wurde berichtet, dass eine Robbe von Travemünde in Richtung Bad Oldesloe schwamm. Später wurde festgestellt, dass der Gesundheitszustand der Kegelrobbe besorgniserregend war, auch wenn sie nicht direkt verhungert ist. Die Behörden sind sich nicht sicher, ob es sich um dasselbe Tier handelt, dennoch vermutet Kasten, dass dies durchaus möglich ist.

Die Todesursache der hübschen Kegelrobbe bleibt bis zur Obduktion ein Rätsel. Die Polizei hat vorsorglich Uferbereiche abgesperrt, um der Robbe die notwendige Ruhe zu gewähren und um eine ungestörte Untersuchung zu ermöglichen. In der Stadt Lübeck sind viele Bürger an den Ufern entlang der Trave ausgegangen, um Fotos und Videos von dem Tier zu machen, die in sozialen Medien geteilt wurden.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden in einigen Wochen erwartet, und in der Zwischenzeit informiert das Veterinäramt die Öffentlichkeit über die weiteren Schritte. Es bleibt zu hoffen, dass aus diesem Fall wichtige Erkenntnisse über die Situation der Kegelrobben in unseren Gewässern gewonnen werden können, um zukünftigen tragischen Ereignissen vorzubeugen. Weitere Informationen zu dieser Geschichte finden Sie bei HL-Live.