Am 25. November kommt es rund um Lübeck zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr. Der Regionalverkehrsbetreiber Erixx musste aufgrund von kurzfristigen Personalausfällen mehrere Zugverbindungen streichen. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, die der öffentliche Nahverkehr derzeit bewältigen muss.
Wie LN Online berichtet, wurden am Montag bereits drei Verbindungen gestrichen. Die ausfallenden Züge des RE83 und RB84 durchkreuzen die Pläne der Pendler und Reisenden. Besonders betroffen sind folgende Verbindungen:
- RE83 um 18.43 Uhr zwischen Kiel und Lübeck
- RE83 um 16.22 Uhr von Mölln nach Lübeck
- RE83 um 15.10 Uhr in der Gegenrichtung
- RB84 um 14.28 Uhr zwischen Lübeck und Kiel
- RE83 um 12.43 Uhr in der Gegenrichtung
- RE83 um 12.22 Uhr von Mölln nach Lübeck
- RB84 um 12.05 Uhr zwischen Kiel und Lübeck
Die Situation wird sich am 26. November nicht verbessern, da auch dann weitere Züge ausfallen. So sind der RE83 um 12.43 Uhr von Kiel nach Lübeck, der RE83 um 11.06 Uhr in die entgegengesetzte Richtung sowie der RB84 um 4.05 Uhr zwischen Kiel und Lübeck betroffen. Der Grund für diese Streichungen sind laut Erixx Personalausfälle, die in der letzten Zeit zugenommen haben.
Ein ungelöstes Problem
Diese Probleme sind nicht nur ein lokales Phänomen, sondern spiegeln einen bundesweiten Trend wider. Laut einem Bericht von tagesschau.de mussten fast 44 Prozent der Verkehrsunternehmen im vergangenen Jahr ihren Betrieb aufgrund von Personalmangel einschränken. Dies gefährdet nicht nur die Erreichbarkeit, sondern auch den Fortschritt der dringend benötigten Verkehrswende.
Harald Kraus, Vorsitzender des Personalausschusses des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), sieht kritisch, dass der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs nicht vorankommen wird, solange die Personalnotlage anhält. Jährlich gehen zwischen 4.000 und 6.000 Busfahrerinnen und Busfahrer in Rente, was die Personaldecke weiter dünn werden lässt.
Auf der Suche nach Lösungen
Die Gewerkschaft Ver.di hat bereits Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gefordert, insbesondere im Schichtdienst und für den Kundenkontakt. Dirk Flege von Allianz Pro Schiene betont, dass es entscheidend ist, junge Menschen frühzeitig für Berufe im ÖPNV zu begeistern, um den akuten Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Die aktuellen Störungen im Zugverkehr der Firma Erixx sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sehr die Branche leidet und wie wichtig es ist, rasch Lösungen zu finden. In Zeiten, in denen der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel immer dringlicher wird, ist es umso notwendiger, die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.