In Neumünster fand kürzlich das Bundesnachwuchschampionat der Springreiter statt, bei dem 25 Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland ihr Können unter Beweis stellten. Die Veranstaltung, die seit 1988 ausgetragen wird und ab 2024 von der Horst-Gebers-Stiftung unterstützt wird, zieht Jahr für Jahr die besten Talente an. Am Freitagnachmittag lief das Einlaufspringen, in dem Hannes Huthwelker vom ZRFV Lützow Selm-Bork-Offen mit seinem Pferd Quinn die beeindruckende Wertnote von 8,8 erzielte und somit den ersten Platz belegte. Lutz Gripshöver vom RFV St. Georg Werne folgte ihm mit einer Note von 8,6 und seinem Pferd Cornet Royal auf dem zweiten Platz. Sebastian Könemann vom RV Rhede-Krommert komplettierte das Podium mit Christobal und einer Note von 8,5.
Am Freitagvormittag fanden zudem zwei Dressurprüfungen statt. Laura Strobel vom RSC Osnabrücker Land konnte sich mit ihrem Pferd Alvarinho GV in der Intermediaire I durchsetzen und erzielte 71,88 Prozent. Juliane Brunkhorst vom Elbdörfer und Schenefelder RV gewann den S* Grand Prix de Dressage mit DSP Diamante Negro und einem Ergebnis von 73,040 Prozent. Am Donnerstagabend wurde das Herzschlagfinale der Reiterbünde aus Schleswig-Holstein ausgetragen, wo das Team aus Steinburg den Sieg errang, gefolgt vom Team aus Stormarn. Sina Lange vom RV Klausdorf/Schwentine belegte im L-Springen mit ihrem Pferd Curt Col D‘Arco den zweiten Platz dank einer fehlerfreien Runde.
Das große Finale
Das große Finale des Bundesnachwuchschampionats findet am Samstag um 18:10 Uhr statt und wird ebenfalls in einer Stilspringprüfung der Klasse M ausgetragen. Diese Prüfung umfasst zwei Umläufe sowie einen Pferdewechsel, was den Wettbewerb besonders spannend macht. Im vergangenen Jahr konnte Tipi Heineking mit Lady Cadora OLD den Titel für sich entscheiden. Die besten vier Reiter werden im zweiten Umlauf gegeneinander antreten, was für Nervenkitzel sorgt.
Das Bundesnachwuchschampionat ist ein bedeutender Wettbewerb, der den Nachwuchs im Springreiten fördert. Jedes Jahr finden bundesweit sechs Sichtungen statt, aus denen rund 65 Reiter für zwei Auswahllehrgänge ausgewählt werden. Die Finalaustragung ist ein wichtiger Meilenstein für junge Reiter, die im Jahr der Finalaustragung 19 Jahre alt werden müssen und von ihrem Landesverband nominiert werden. Ehemalige Sieger wie Toni Haßmann, Jörne Sprehe und Mario Stevens zeigen, dass dieses Turnier der Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere im Reitsport sein kann.
Ein Blick in die Zukunft
Das Finale 2026 wird vom 12. bis 15. Februar im Rahmen der VR Classics in Neumünster stattfinden, was die Vorfreude auf das Event weiter steigert. In der Zwischenzeit sind auch die Pony-Springreiter eingeladen, ihr Talent zu zeigen. Ihr Bundesnachwuchschampionat findet vom 6. bis 8. März 2026 in Riesenbeck statt und wurde 1989 ins Leben gerufen. Ehemalige Gewinner wie Frieda Heinrich und Margarita Hilger belegen, dass auch die jüngeren Reiter hervorragende Leistungen zeigen können.
Für weitere Informationen über das Bundesnachwuchschampionat der Springreiter ab 2025 können Interessierte die Webseite hier besuchen. Die Unterstützung durch die Horst-Gebers-Stiftung und die Vielzahl an Sichtungen und Lehrgängen zeigen die stetige Förderung des Springreitsports in Deutschland. Durch solche Initiativen wird der Grundstein für zukünftige Erfolge im internationalen Reitsport gelegt.