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Heute ist der 31.03.2026 und die Lage um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee ist nach wie vor angespannt. Der Wal, der am Dienstag, dem 31. März, bereits zum vierten Mal auf Grund lief, befindet sich nun in der Bucht von Kirchdorf, direkt vor der Insel Poel. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zeigt sich optimistisch und hofft auf ein gutes Ende für das Tier. Es wurden jedoch keine weiteren Mobilisierungsversuche unternommen, da Experten glauben, der Wal könnte sich selbstständig weiterbewegen.

Der Buckelwal wurde erstmals am 23. März vor Niendorf in Schleswig-Holstein gesichtet. Es gelang ihm, sich mit Hilfe von Baggern und einem Meeresbiologen zu befreien, doch am Samstag strandete er erneut in der Wismarbucht. Nachdem er am Montagabend in Richtung Wismarer Hafen schwamm, fand er sich am Dienstag wieder in seichtem Wasser fest. Thilo Maack von Greenpeace äußerte, dass sich der Zustand des Wals seit Montag nicht verändert hat; er zeigt Schwäche, könnte aber theoretisch wieder schwimmen.

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Die Herausforderungen für den Wal

Buckelwale sind normalerweise im Nordatlantik und Nordpazifik heimisch und ziehen im Winter in tropische Gewässer. In der Ostsee, wo es weniger Nahrung und keine Artgenossen gibt, ist ihre Situation besonders schwierig. Der gestrandete Wal hat eine Länge von 12 bis 15 Metern und wiegt schätzungsweise 15 Tonnen. Experten vermuten, dass er sich verirrt hat, möglicherweise aufgrund von Heringsschwärmen oder Unterwasserlärm. Unklar bleibt, ob der Wal sich in einem Netz verfangen hat, das möglicherweise von einem Sportboot oder Schleppnetz stammt.

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Umweltschutzorganisationen warnen zudem vor den Gefahren von Plastiknetzen in der Ostsee, die lange Zeit im Wasser verbleiben können. Es ist bekannt, dass Buckelwale bis zu 30 Tonnen schwer werden können und bis zu 90 Jahre alt werden. Sie ernähren sich von Krill und kleinen Fischen und können wochenlang ohne Nahrung auskommen. Der gestrandete Wal ist jedoch in einem besorgniserregenden Zustand, was durch seine Hauterkrankungen und die Tatsache, dass er nicht mit einem Sender ausgestattet werden kann, verstärkt wird.

Rettungsmaßnahmen und ihre Herausforderungen

Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat beschlossen, die Kosten für die Rettungsmaßnahmen zu tragen, obwohl die genauen Ausgaben noch unklar sind. Rettungsversuche mit Booten oder Luftkissen, um den Wal in tiefere Gewässer zu bringen, waren bislang erfolglos. Ein geplanter Großeinsatz am 26. März sollte mit zwei Baggern eine Rinne freischaufeln, um dem Wal zu helfen, doch die Überlebenschancen sind aufgrund seines geschwächten Zustands und der wiederholten Strandungen ungewiss. Jede Stunde, die er auf der Sandbank verweilt, verschlechtert seine körperliche Verfassung.

Die Strandung von Großwalen in der Ostsee kann durch verschiedene Faktoren wie Nahrungssuche, Fehlnavigation, Lärm oder Störungen im Erdmagnetfeld verursacht werden. Die komplexe Navigation von Bartenwalen ist noch nicht vollständig erforscht, und in diesem Fall zeigt der Wal Anzeichen von Angst und Stress. Fälle wie dieser verdienen mehr Aufmerksamkeit, da Beifang und Verstrickungen in Fischereiausrüstung zu den Haupttodesursachen für Wale und Delfine gehören. Es bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen der Einsatzkräfte, Wissenschaftler:innen und Meeresschutzorganisationen erfolgreich sind und der Wal bald seine Reise fortsetzen kann.