Die Familienzentren des Kreises Ostholstein haben ein dringendes Anliegen: Ab Januar 2026 werden Familienhelferinnen und -helfer gesucht, die in Notsituationen Familien mit Kindern unterstützen. Diese Initiative zielt darauf ab, Kindern bis 14 Jahren in schwierigen Lebensumständen eine Betreuung und Versorgung zu bieten. Wie der-reporter.de berichtet, soll damit Fremdunterbringung vermieden und eine schnelle, niedrigschwellige Hilfe gewährleistet werden.
Viele Familien stehen ohne die notwendige Unterstützung da, weil keine Angehörigen helfen können. Diese Lücke zu schließen und eine belastbare Anlaufstelle zu bieten, ist das Ziel der Familienzentren. Ehrenamtliche Helfer werden dringend benötigt, um zeitweise die Betreuung der Kinder zu übernehmen. Einsatzzeiten variieren von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen täglich. Eine Aufwandsentschädigung wird für die Hilfsangebote gezahlt.
Voraussetzungen und Rückhalt für Helfer
Die Kräfte, die sich engagieren möchten, müssen zuverlässig, flexibel und motiviert sein, um Familien zu unterstützen. Ein erweitertes Führungszeugnis ist Voraussetzung, ebenso die Teilnahme an hausinternen Schulungen. Hilfreich ist auch ein fachlich qualifizierter Ansprechpartner, der den Helfern zur Seite steht und Zugang zu Fortbildungen sowie Erfahrungsaustausch bietet.
Zusätzlich zur Unterstützung durch die Familienzentren gibt es in Deutschland ein umfassendes Angebot an Hilfe für Eltern, die durch gesundheitliche oder andere zwingende Gründe, wie zum Beispiel psychische Erkrankungen oder eine Entbindung, in Schwierigkeiten geraten sind. Familienportal.de hebt hervor, dass Eltern Anspruch auf Unterstützung haben, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist oder die Angebote von Kita und ähnlichen Einrichtungen nicht ausreichen.
Unterstützungsangebote im Überblick
Dazu gehören auch Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe und der Einsatz von ehrenamtlichen Patinnen und Paten. Diese können gezielt eingesetzt werden, um Unterstützung zu bieten, ohne dass vorher ein Antrag gestellt werden muss. Die Dienste können direkt beim Jugendamt oder bei Beratungsstellen in Anspruch genommen werden. Eine derartige Hilfe soll nicht nur die familiäre Struktur erhalten, sondern auch eine Fremdunterbringung der Kinder verhindern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Krisenbetreuung ist die Unterstützung durch die AWO, die ein breites Spektrum an Leistungen zur Krisenintervention bietet. Diese Unterstützung richtet sich an Familien mit Kindern bis 18 Jahren, wobei mindestens ein Kind unter 14 Jahren sein muss. Die Leistungen sind vielfältig und reichen von Erziehungsleistungen bis hin zu häuslichen Unterstützungsangebote.
Das Ziel der Krisenintervention ist klar: Sie soll die familiäre Situation stabilisieren und eine Rückkehr zur Normalität unterstützen, ohne die Erziehungsstruktur grundlegend zu verändern. Hilfe nach § 20 SGB VIII wird als nachrangig gegenüber anderen Sozialleistungen betrachtet, kann aber in Übergangsphasen sehr wertvoll sein.
Für Interessierte an der Tätigkeit als Familienhelfer sind die Familienzentren erste Anlaufstelle, eine Kontaktaufnahme ist unter der Telefonnummer 04561/5248183 oder per E-Mail an familienzentrum@kinderschutzbund-oh.de möglich. Das Engagement in der Familie hilft nicht nur bei der Betreuung, sondern trägt auch dazu bei, dass Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Eine Aufgabe, die viel Freude bereitet und einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leistet.