Die Pläne für eine neue Schwimmhalle in Laboe nehmen weiter Gestalt an. Bürgermeister Heiko Voß (parteilos) hat kürzlich die Mitglieder der Laboer Gemeindevertretung über die Fortschritte informiert. Ursprünglich wollten rund 20 Nachbargemeinden aus dem Kreis Plön bei dem Projekt mitmachen, doch aktuell sind lediglich drei Gemeinden – Schönberg, Heikendorf und Brodersdorf – an dem Vorhaben beteiligt. Dies berichtet die Kn-online.
Bei einem jüngsten Treffen mit diesen Gebergemeinden stand die geplante Ausbaustufe der Schwimmhalle an der Kieler Förde im Mittelpunkt der Diskussion. Besonders die touristische Nutzung sorgt für Gesprächsstoff. Während sich die beteiligten Gemeinden für ein Vorsorgebad aussprechen, das dazu dient, Schwimmen zu lernen und die Gesundheit zu fördern, fordert Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU) von Laboe klare Beschlüsse. „Bis zur Kommunalwahl 2028 müssen Entscheidungen fallen“, so Peetz.
Fördergelder und Baukosten
Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda ist die mögliche Förderung für den Bau des neuen Schwimmbades. Die seit Jahren bestehende „Sportmilliarde“ bietet insgesamt 333 Millionen Euro für Sportstätten in Schleswig-Holstein. Laut den Förderrichtlinien ist jedoch zu beachten, dass touristische Anwendungen von der Förderung ausgeschlossen sind. Die interessierten Gemeinden können ihre Projekte zwischen dem 10. November 2025 und dem 15. Januar 2026 zur Förderung anmelden.
„Für Laboe wird eine Förderquote von 50% prognostiziert, was bis zu 8 Millionen Euro ausmachen könnte“, erklärte Voß. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 21 Millionen Euro für die touristische Variante und 16 Millionen Euro für die Basisvariante. Ein Umstand, der die Partnergemeinden dazu zwingt, ihre finanziellen Verpflichtungen klar zu definieren: Bei der touristischen Variante müsste Laboe laut den Partnergemeinden die Mehrkosten übernehmen.
Stellungnahmen der Gemeinden
Für Schönberg ist klar, dass man den Bau unterstützen möchte, doch der Beitritt zu einem Zweckverband ist nicht in Aussicht. Hier wurde ein jährlicher Beitrag auf 127.000 Euro gedeckelt. Brodersdorf hingegen bekräftigt seinen Beschluss, dem Zweckverband beizutreten, mit einem regelmäßigen Beitrag von etwa 8500 Euro. Bürgermeisterin Heike Mews (Brodersdorf) äußerte die Hoffnung, dass die Laboer Politik bald entscheidende Schritte einleitet.
In zwei Wochen plant Voß eine weitere Beratung mit den Fraktionen, um die nächsten Schritte in dieser wichtigen Angelegenheit zu besprechen. Bleiben wir also am Ball und verfolgen die Entwicklungen rund um die Schwimmhalle in Laboe weiter gespannt.