AMAZON Sidebar
AMAZON Sidebar

Die Verkehrsinfrastruktur in der Region Plön steht vor großen Herausforderungen. Ab dem 2. Februar 2026 wird die Bundesstraße 76 (B76) für eine umfassende Sanierung voll gesperrt. Diese Baumaßnahme, die bis Dezember 2027 andauern soll, betrifft den Abschnitt vom Ortsausgang Plön (ab „Appelwarder“) bis zur Kreuzung mit der Straße „Schöne Aussicht“. Die Gründe für diese Sanierung sind vielfältig: Die Straße weist deutliche Schäden auf, an einigen Stellen ist sie abgesackt. Der Asphalt wird komplett ausgetauscht, teilweise auch die darunter liegenden Tragschichten. Kostenpunkt: etwa 18,5 Millionen Euro, finanziert vom Bund. Die Umleitung wird mit 40 Kilometern deutlich länger sein als die direkte Strecke und führt über die B430 bis Engelau, K29 bis zur B202 und dann bis Schwentinental. Für Pendler wird dies eine Herausforderung darstellen, da die Umleitung um 17 Kilometer länger ist als gewohnt. Zudem wird der Radweg erneuert und verbreitert, und ein spezieller Fischotterdurchlass wird am Ortsausgang Plön gebaut.

Wenige Monate später, ab Sommer 2027, wird auch die Bahnstrecke zwischen Preetz und Plön für ein halbes Jahr gesperrt. Diese parallele Sperrung von B76 und Bahnstrecke hat der SPD-Vorsitzende Ulf Kämpfer in den Fokus gerückt, der vorschlägt, zwischen den B76-Baustellen eine Pause von einem halben Jahr einzulegen. Landtagsabgeordneter Niclas Dürbrook (SPD) äußerte jedoch Kritik an dieser Idee und betonte, dass eine solche Situation für Pendler einen Ausnahmezustand bedeuten würde. Der ADFC-Vorsitzende Henning von Schöning hat den Vorschlag ebenfalls kritisiert und auf die Notwendigkeit eines Schienenersatzverkehrs hingewiesen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen für Radfahrer und Pendler

Henning von Schöning argumentiert, dass eine Verschiebung der Ersatzverkehrszeit von Sommer auf Winter ungünstig wäre. Radfahren sollte gerade in den Sommer- und Herbstmonaten gefördert werden, um Gewohnheiten zu etablieren. Der ADFC fordert darüber hinaus den Ausbau der Fahrradinfrastruktur, da die aktuelle Umleitung über Tramp keinen Radweg hat. Auch der Lassabeker Weg zwischen Trent und Theresienhof ist für den Großteil des Autoverkehrs gesperrt, was die Situation für Radfahrer nicht verbessert.

AMAZON In-Article
AMAZON In-Article

Die Deutsche Bahn hat in Bezug auf die Sperrung der Bahnstrecke erklärt, dass größere Umplanungen in der fortgeschrittenen Bauphase nur eingeschränkt möglich sind. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) hat zudem darauf hingewiesen, dass Umplanungen nicht mehr möglich sind, da die Bauverträge bereits geschlossen wurden. Dies bedeutet, dass die betroffenen Verkehrsteilnehmer sich auf die anstehenden Änderungen einstellen müssen.

Öffentliche Verkehrsmittel und Informationsveranstaltungen

Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) haben bereits angekündigt, dass sie teilweise die Abfahrtszeiten der Busse aufgrund der Bauarbeiten ändern werden. Bis zum 28. Februar 2026 gilt ein Sonderfahrplan mit geänderten Abfahrtszeiten und Haltestellen für mehrere Linien. Rund 400 Besucher kamen zu einem Informationsabend zur B76, um Fragen zur Sperrung und Umleitung zu klären, was zeigt, wie sehr die Anwohner und Pendler von diesen Maßnahmen betroffen sind.

Die Sperrung der B76 und der Bahnstrecke ist Teil eines größeren Plans zur Stärkung der Bahninfrastruktur in Schleswig-Holstein. Der LBV informiert zudem über weitere Baustellen im Raum Lübeck im Zusammenhang mit der Fehmarnbelt-Querung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Pendler, Radfahrer und Autofahrer während der Bauarbeiten entwickeln wird.

Weitere Informationen zu aktuellen Baustellen und Verkehrslage in Schleswig-Holstein finden sich auf der Webseite zur Verkehrslage.