Heute ist der 14.02.2026, und in Rendsburg-Eckernförde gibt es spannende Entwicklungen im Schulalltag, insbesondere am Gymnasium Altenholz. Obwohl die Schulen in Altenholz nicht als Brennpunkte bekannt sind, spielt die Sozialarbeit eine entscheidende Rolle. Die Hauptprobleme, die hier angegangen werden, sind Versagensängste und Krisen, die viele Schüler belasten. Ab diesem Schuljahr hat das Gymnasium strenge Smartphone-Regeln eingeführt, die das Lernen und soziale Miteinander revolutionieren sollen. Etwa 850 Schüler streben dort das Abitur an, und die neuen Regelungen könnten sich positiv auf ihre Entwicklung auswirken.

Schüler bis zur neunten Jahrgangsstufe müssen ihre Smartphones zu Beginn des Unterrichts in Schließfächern verstauen. Die Nutzung ist erst nach Verlassen des Schulgeländes erlaubt. Die Schulsozialarbeiter berichten von positiven Veränderungen, die sich seit der Einführung des Handyverbots zeigen: Schüler beschäftigen sich wieder aktiver in Gruppen, spielen und interagieren viel mehr miteinander. Dies hat zu einem merklichen Rückgang von Konflikten über WhatsApp und Cybermobbing geführt – im gesamten Schuljahr gab es nur zehn Beratungsanlässe. Die direkte Kommunikation und persönliche Konfliktklärung nehmen zu, was langfristig zu offeneren Gesprächen führt. Kurzfristig gab es zwar mehr verbale Auseinandersetzungen, doch die handylosen Zeiten stärken das soziale Lernen und das Verantwortungsgefühl der Schüler.

Das Handyverbot in der breiteren Diskussion

Doch das Thema Handyverbot an Schulen ist nicht ohne Kontroversen. Ein offener Brief von Bildungsorganisationen warnt vor pauschalen Verboten und der damit verbundenen Entmündigung von Kindern und Jugendlichen. Die Diskussion über die Nutzung von Smartphones in Schulen wird in Deutschland immer lauter geführt. Einige Bundesländer haben bereits Einschränkungen beschlossen, während andere, wie Nordrhein-Westfalen, Schulen auffordern, altersgerechte Regeln zu entwickeln. Die Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) zeigt sich offen für Handyverbote, doch Experten fordern pädagogisch begleitete Erfahrungsräume anstelle reflexartiger Maßnahmen.

Die KIM-Studie (2024) und die JIM-Studie (2025) zeigen, dass der Umgang mit Smartphones in Bildungseinrichtungen ein kontroverses Thema bleibt. Ab einem Alter von 10-11 Jahren besitzen 63 Prozent der Kinder ein eigenes internetfähiges Handy, und bei den 12- bis 19-Jährigen sind es bereits 95 Prozent. Viele Jugendliche berichten von Ablenkung durch das Handy, und 68 Prozent verbringen oft mehr Zeit am Gerät, als sie geplant hatten. Gleichzeitig wünschen sich 67 Prozent der Jugendlichen auch Zeiten ohne Handy, was die ambivalente Haltung zu einem möglichen Verbot verdeutlicht.

Die Situation in Altenholz und darüber hinaus

In der Claus-Rixen-Schule, die etwa 430 Grundschüler hat, stehen Schulunlust und Stress mit Hausaufgaben im Fokus. Hier werden kleine Gruppen zur Vermittlung von Lernstrategien eingesetzt. Ältere Schüler an der Gemeinschaftsschule haben Angst, den schulischen Ansprüchen nicht zu genügen, was ebenfalls eine Herausforderung darstellt. Das Prinzip der offenen Ohren als Krisenintervention wird in allen Altersstufen angewendet. Zu den positiven Entwicklungen gehört auch, dass die Gemeinde eine zusätzliche 25-Stunden-Stelle für die Schulsozialarbeit bewilligt hat, um die Unterstützung für die Schüler weiter zu verbessern.

Insgesamt zeigt sich, dass die Regelungen zur Handynutzung an Schulen nicht nur im Gymnasium Altenholz, sondern auch in vielen anderen Einrichtungen wichtig für die soziale Interaktion und das Lernen der Schüler sind. Die Veränderungen in Altenholz könnten als Modell für andere Schulen dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Diskussion um Smartphones in Schulen weiterentwickelt und welche Lösungen letztendlich die besten für Schüler und Lehrer sind.

Für weitere Informationen zur Thematik können Sie den Artikel auf kn-online.de, tagesschau.de und bpb.de nachlesen.