In der idyllischen Landschaft des Stiftungslandes Eidertal, genauer gesagt am Blumenthaler Berg, wird ein spannendes Projekt zur Entwicklung eines naturnahen Laubwaldes auf knapp drei Hektar Fläche vorangetrieben. Aktuell ist die Region von einem Mischwald geprägt, der Fichten und Lärchen beherbergt, die unter alten Laubbäumen wachsen. Die geplante Umgestaltung des Waldes sieht die Einführung von alten Eichen und Buchen vor, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung von Baumhöhlen, Totholz und Lebensräumen für Tiere liegt. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Waldbewohnern wie Vögeln und Fledermäusen einen Rückzugsort bieten, sondern auch die Biodiversität im Wald fördern.
Die Vorgehensweise bei diesem Vorhaben ist durchdacht: Es wird eine schrittweise Entnahme von Bäumen angestrebt, um die Stabilität des Waldes zu gewährleisten und Licht für die heimischen Bäume, insbesondere für die Eichen, zuzufließen. Totholz spielt dabei eine entscheidende Rolle, da es Lebensraum für Insekten bietet und durch Zersetzung durch Pilze eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Nach Abschluss dieser Maßnahmen ist ein dauerhafter Nutzungsverzicht geplant, was bedeutet, dass es zu keinen Baumfällungen oder Holznutzungen mehr kommen wird. Der Wald wird sich selbst gestalten, während der kleine Bach, der in Richtung Eider fließt, und die steilen Hänge mit alten Buchenbeständen die Landschaft prägen.
Herausforderungen und Kosten des Waldumbaus
Der Umbau des Waldes in einen naturnahen Zustand ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Waldumbau und Anpassung an den Klimawandel sind mit hohen Kosten verbunden, die sich aus Aufwendungen für Aufforstung und Voranbauten sowie Mindererträgen ergeben. Die Bewirtschaftungsformen, wie Altersklassenwald oder Dauerwald, beeinflussen sowohl die Geschwindigkeit als auch die ökonomischen Implikationen des Waldumbaus. Diese Ausgangssituation variiert stark in Deutschland, abhängig von waldgeschichtlicher Prägung und standörtlichen Voraussetzungen.
Viele Privatwaldbesitzende stehen vor der Herausforderung, staatliche Förderung für den Waldumbau zu benötigen. Politische Bemühungen zur Unterstützung des waldwirtschaftlichen Wandels sind oft widersprüchlich und umfassen zahlreiche Programme. Eine gute Abstimmung dieser Maßnahmen ist entscheidend, um eine positive Gesamtwirkung zu erzielen, ohne die Nachhaltigkeit und den Schutz der biologischen Vielfalt zu gefährden. Die Gesamtkosten für den Waldumbau in Deutschland könnten bis 2050 bis zu 40 Milliarden Euro betragen, was die Notwendigkeit eines klaren politischen Rahmens für die forstliche Förderung unterstreicht.
Förderprogramme für nachhaltigen Waldumbau
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde das neue Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement Plus“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz soll dieses Programm private und kommunale Waldbesitzende beim Waldumbau unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf der Honorierung von Ökosystemleistungen naturnaher Wälder, um den Umbau zu stabilen, artenreichen und klimaangepassten Laubmischwäldern zu fördern. Ziel ist es, die Widerstands- und Klimaanpassungsfähigkeit der Wälder zu stärken und die Biodiversität zu erhöhen.
Durch die Schaffung finanzieller Anreize für zusätzliche Biodiversitäts- und Klimaschutzleistungen sollen Waldbesitzende motiviert werden, aktiv am Waldumbau teilzunehmen. Die Antragstellung für die Förderung wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2025 möglich sein. Dieses Programm ergänzt das bestehende Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ und bietet eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft unserer Wälder.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Waldumbau und zu den Fördermöglichkeiten empfehle ich einen Blick auf die detaillierte Quelle von kn-online.de, die die Hintergründe und Pläne für den Wald im Eidertal näher beleuchtet. Zusätzliche Informationen zu den finanziellen Aspekten des Waldumbaus finden sich unter tab-beim-bundestag.de und über das neue Förderprogramm auf bfn.de.