Was tut sich im Norden? In Schleswig-Holstein stehen umfassende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur auf der Agenda. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach haben am 13. März 2026 bekanntgegeben, dass rund 46 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen und Radwegen in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Plön, Segeberg und Kiel fließen werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, insgesamt 15 Fahrbahnen und 11 Radwege zu erneuern und umfassen dabei fast 67 Kilometer Straßen und sieben Kilometer Radwege. Besonders ins Auge fallen unter anderem die Sanierung der B 76 und die Erneuerung der B 430, wie schleswig-holstein.de berichtet.
Ein wirklich umfassendes Bauprogramm wurde vorgestellt. Für 2026 plant der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein insgesamt Bau- und Sanierungsprojekte im Umfang von 271 Millionen Euro. Davon entfallen 111 Millionen Euro auf das Landesstraßennetz und Radwege. Der Rest sind Projekte an Bundes- und Kreisstraßen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem Bauwerk in Schirnau an der L 42, das aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes finanziert wird.
Die Schwerpunkte der Sanierungsmaßnahmen
Unter den zahlreichen Projekten sind einige besonders hervorzuheben. Dazu gehört die Deckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Owschlag an der K 99 sowie der Neubau eines Radwegs zwischen Seth und Stuvenborn (L 232). Den Verkehrsminister beschäftigt nicht nur die Qualität der Straßen, sondern auch die sichere Erreichbarkeit für diverse Dienstleistungen – von Schulbussen über E-Bikes bis hin zu Rettungsdiensten. Die Investitionen sollen also nicht nur die Straßen selbst, sondern auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen, so Madsen.
Dabei ist Schleswig-Holstein nicht allein. Mit weiteren 200 Millionen Euro steuert die Autobahn GmbH des Bundes zur Förderung der Straßeninfrastruktur bei. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Sanierungsstau abzubauen und die Bauwirtschaft zu unterstützen. So werden beispielsweise rund 131 Baustellen auf Bundes- und Landesstraßen in Schleswig-Holstein angepackt, wie ndr.de berichtet.
Ein Blick auf die konkreten Projekte
- Sanierung der B 76 zwischen Plön und „Schöne Aussicht“
- Erneuerung der B 430 zwischen Bornhöved und Ruhwinkel sowie zwischen Hohenwestedt und Wasbek
- Deckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Owschlag an der K 99
- Neubau des Radwegs zwischen Seth und Stuvenborn (L 232)
Doch nicht nur Rendsburg-Eckernförde und Umgebung profitieren von den Investitionen. Im Rahmen eines separat gestarteten Bauprogramms mit einem Budget von über 54 Millionen Euro werden auch die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie die Stadt Flensburg bedacht. Hier stehen mehr als 84 Kilometer Straßen und fast 20 Kilometer Radwege auf der Liste der zukünftigen Sanierungen, wie der Eider-Kurier eider-kurier.de hervorhebt.
Insgesamt zeigt sich, dass Schleswig-Holstein ein offenes Ohr für die Bedürfnisse seiner Bürger:innen hat und durch diese umfassenden Maßnahmen die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig gestalten will. Bleibt abzuwarten, wie die Baumaßnahmen vorankommen und ob die versprochenen Zeitpläne eingehalten werden können.