Am vergangenen Samstag fand im frisch sanierten Hallenbad in Bad Segeberg der DRK-Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen statt. Über 120 Teilnehmer, bestehend aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, traten in 16 Teams aus verschiedenen Regionen, darunter Nordfriesland, Dithmarschen, Kiel, Kreis Segeberg und Kreis Herzogtum Lauenburg, gegeneinander an. Die Teilnehmer waren zwischen 7 und mehreren Jahrzehnten alt, was den intergenerationalen Charakter der Veranstaltung unterstrich.
Die Disziplinen umfassten herausfordernde Szenarien wie das Schwimmen in Kleidung und das Abschleppen von Personen, um realitätsnahe Rettungssituationen im Team zu trainieren. Dieses Event stellte nicht nur einen Wettbewerb dar, sondern auch ein Familientreffen der Wasserwacht, das die Gemeinschaft stärkt. Die Übernachtung und Verpflegung fand im Berufsausbildungszentrum (BBZ) gegenüber der Schwimmhalle statt, was die sozialen Aspekte der Veranstaltung weiter förderte.
Rettungsschwimmen als Ausbildung
Das Motto der DRK-Wasserwacht, „Kein Einsatz ist der beste Einsatz“, spiegelt die Philosophie wider, die hinter der Ausbildung von Rettungsschwimmern steht. Dörte Fiedler, eine engagierte Ausbilderin im Ortsverein Bad Segeberg, betont, wie wichtig es ist, dass die Wasserwacht keine Nachwuchsprobleme hat, sich aber dennoch über neue Mitglieder freut. Die Struktur der Wasserwacht ähnelt der der DLRG und reicht von Schwimmkursen bis hin zur Ausbildung zum Rettungsschwimmer.
Im Vergleich zu anderen Wettbewerben, wie dem 32. Landeswettbewerb der DRK-Wasserwachten in Wittenberg, wo neben Schwimmfähigkeiten auch Erste Hilfe und Sanitätsdienst geprüft wurden, zeigt sich, dass die Ausbildung von Rettungsschwimmern in Deutschland einen hohen Stellenwert hat. Andreas Lehning, Vizepräsident des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V., hebt die Bedeutung dieser Ausbildung hervor, da sie nicht nur den Wettkampfgeist fördert, sondern auch die Wichtigkeit der Wasserrettung und der Erste-Hilfe-Ausbildung betont. In Wittenberg mussten die Teilnehmer unter realistischen Bedingungen medizinische Erstversorgung und Natur- und Gewässerschutz sowie theoretisches Rotkreuzwissen demonstrieren.
Ein starkes Netzwerk für die Wasserrettung
Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes verfügt über 140.000 ehrenamtliche Mitglieder, die in Schwimmbädern, an Flüssen, Seen und am Meer aktiv sind. Diese engagierten Kräfte sind Teil des Hilfeleistungssystems des DRK und arbeiten eng mit anderen Einsatzdiensten zusammen. Sie sind gut vorbereitet auf verschiedene Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die zunehmenden Naturkatastrophen, die durch Starkregen und Unwetter verursacht werden. Nahezu 80% aller Katastrophen resultieren aus solchen Ereignissen, weshalb die Wasserwacht auch Wasserrettungszüge für Hochwasserkatastrophen bereit hält.
Die Ausbildung und die Herausforderungen, die die Teilnehmer bei Wettbewerben meistern, sind entscheidend für die Sicherheit in unseren Gewässern. Die Veranstaltungen wie der DRK-Landeswettbewerb in Bad Segeberg sind nicht nur eine Plattform zur Demonstration von Fähigkeiten, sondern auch eine Möglichkeit, das Bewusstsein für die Bedeutung der Wasserrettung zu schärfen. Zudem wird die Ausbildung von Rettungsschwimmern durch moderne Ansätze, wie den DRK-Lerncampus, unterstützt, der auch auf Datenschutz und die Sicherheit der persönlichen Daten der Nutzer Wert legt.
Um die Ausbildung von Rettungsschwimmern weiter zu verbessern, werden technische und organisatorische Maßnahmen zum Datenschutz ergriffen, was unterstreicht, wie ernst das DRK die personenbezogenen Daten seiner Mitglieder nimmt. So wird sichergestellt, dass die Ausbildung weiterhin auf einem hohen Niveau bleibt und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist. Mehr Informationen dazu finden sich auf der offiziellen Website des DRK-Lerncampus.