In einem erschreckenden Vorfall in den Sülfelder Tannen, nahe einem Golfplatz, kam es zu tragischen Ereignissen, als zwei Hunde Opfer von Giftködern wurden. Joana Sprogoe schildert, wie ihre Hündin „Ava“ am vergangenen Freitag plötzlich schwer erkrankte, nachdem sie einen dieser vergifteten Köder gefressen hatte. Bereits eine halbe Stunde nach dem Spaziergang zeigte „Ava“ Symptome wie Zittern und Erbrechen. Sofort brachte Sprogoes Mutter den Hund in eine Tierarztpraxis in Bargteheide und später weiter nach Norderstedt, wo „Ava“ trotz intensiver medizinischer Behandlung mehrere Stunden um ihr Leben kämpfte. Der Tierarzt stellte fest, dass die Hündin vergiftet worden war, die genaue Zusammensetzung des Giftes blieb jedoch unbekannt. Glücklicherweise ist „Ava“ wieder zu Hause, allerdings ist ihre Gesundheit weiterhin gefährdet.
Ein weiterer Hund, ein älterer Terrier-Mix, musste tragischerweise eingeschläfert werden, nachdem er ebenfalls durch einen Giftköder vergiftet wurde. Diese Hündin war zuvor in Borstel unterwegs, wo bereits mehrfach Giftköder entdeckt wurden. Joana Sprogoe hat nicht nur den Bürgermeister von Sülfeld kontaktiert, sondern auch die Vorfälle in sozialen Medien geteilt, um andere Hundebesitzer zu warnen. Um ihre Hündin zu schützen, hat sie spezielle Maulkörbe bestellt, die verhindern sollen, dass „Ava“ erneut ein Giftköder aufnimmt. Sprogoe äußert ihren Unmut über die verantwortungslosen Täter, die zielgerichtet in der Umgebung Gift auslegen.
Verstärkter Appell zur Vorsicht
Die Polizei ermittelt inzwischen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und hat die Bevölkerung aufgerufen, Hunde nur angeleint zu führen und präventiv Maulkörbe zu verwenden. In vielen Städten Deutschlands häufen sich solche Vorfälle, die eine ernsthafte Gefährdung für Hunde darstellen. In Reinickendorf zum Beispiel starben mehrere Hunde nach Spaziergängen am Tegeler See, ebenfalls aufgrund von Vergiftungen. Die Symptome sind alarmierend und reichen von Lähmungserscheinungen über Krämpfe bis hin zu schwerwiegendem Erbrechen und Durchfall. Hundehalter werden aufgerufen, ihre Tiere besonders zu beaufsichtigen und ihnen beizubringen, nichts vom Boden zu fressen.
Bei Verdacht auf Vergiftung sollten Hundebesitzer umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Die rechtlichen Konsequenzen für die Täter sind gravierend, da das Auslegen von Giftködern eine Straftat darstellt. Neben den gesundheitlichen Risiken für die Tiere sind auch Kinder in der Nähe gefährdet, wenn solche Köder ausgelegt werden. Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt die Haftung für Schäden, die aus Vergiftungen resultieren. Geschädigte Hundehalter müssen nachweisen, dass eine von ihnen identifizierte Person für die Vergiftung verantwortlich ist. Das kann durch tierärztliche Gutachten und Zeugen geschehen.
Schutz für Tiere und rechtliche Schritte
Die Diskussion über die steigende Zahl von Hundevergiftungen ist nicht nur ein lokales Problem, sondern betrifft viele Tierhalter in Deutschland. Ein Anwalt für Hunderecht hat die Bürger über die rechtlichen Möglichkeiten aufgeklärt, die zur Verfügung stehen, um Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Oft ist die sicherste Option, die Angelegenheit außergerichtlich zu klären. Wichtig ist auch, dass Hundehalter gut informiert sind über die Gefahren und Symptome von Vergiftungen, um im Notfall schnell reagieren zu können. Und so bleibt die Frage: Wie viele Hundebesitzer sind sich der Risiken und der rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst, die mit dem Thema Giftköder verbunden sind?
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Verdacht auf die Verteilung von Giftködern hat, sollte umgehend den Notruf 110 wählen. Vorsicht ist die beste Strategie, um unsere geliebten Vierbeiner zu schützen.