Nach fast zweieinhalb Jahren der Flucht ist Christo S., ein verurteilter Sexualstraftäter aus Lübeck, wieder in Deutschland. Am 6. November 2023 wurde er in Dubai festgenommen, wie ln-online berichtet. Der 44-Jährige war nach seiner Verurteilung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe im Juli 2023 untergetaucht und wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Christo S. hat sich zunächst in Bulgarien versteckt, bevor er nach Dubai reiste. Während seiner Flucht wurde er als IT-Unternehmer aktiv, der auch in Bitcoin-Mining investiert war. Seine Untergetauchtheit erleichterte er dadurch, dass er sich möglicherweise unter Alias-Personalien bewegte, wie die Polizei vermutet. Ulli Fritz Gerlach von der Polizeidirektion Lübeck bestätigte die Festnahme und die bevorstehende Überstellung nach Deutschland, die allerdings noch auf sich warten lässt, so der Oberstaatsanwalt Jens Buscher.

Die Taten im Hintergrund

Die Verurteilung von Christo S. steht im Zusammenhang mit schweren sexuellen Übergriffen, die zwischen 2010 und 2014 stattfanden. Er missbrauchte einen damals elfjährigen Jungen, während er als ehrenamtlicher Betreuer eines sozialen Vereins aktiv war. Die Taten ereigneten sich nicht nur in Lübeck, sondern auch in Amsterdam und auf den Malediven. Erst als er im Juli 2023 nicht zum Haftantritt erschien, erließ das Gericht einen Haftbefehl gegen ihn.

Gleichzeitig wurde am 7. Oktober 2025 in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ nach Christo Stoyanov gefahndet, wo auch mehrere zielführende Hinweise auf seinen Aufenthaltsort eingingen. Laut wechselblatt hofft die Polizei, zusätzliche Informationen über seine Identität und mögliche Alias-Daten zu erhalten, damit die Suche weiter intensiviert werden kann.

Ein gesamtgesellschaftliches Problem

Die Fälle wie der von Christo S. verdeutlichen, wie wichtig es ist, auf den Schutz von Kindern zu achten und Missbrauchsfälle aufzuklären. Laut beauftragte-missbrauch.de gibt es in Deutschland alarmierende Zahlen zu sexualisierten Übergriffen auf Kinder. Es ist an der Zeit, dass gesellschaftliche Präventionsmaßnahmen und rechtliche Schritte verstärkt werden, um solche Vergehen zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Die kommenden Wochen könnten entscheidend für das weitere Vorgehen in diesem Fall sein, während die Justiz die notwendigen Schritte zur Überstellung von Christo S. vorbereitet. Die Beamten bleiben optimistisch, dass er bald in die Justizvollzugsanstalt Lübeck gebracht wird, um die Strafe abzusitzen.