Heute ist der 10.02.2026 und in Itzehoe, im Kreis Steinburg, fand ein spannendes Event für die jüngeren Generationen statt: die Lange Nacht der Informatik. Rund 60 Fünft- und Sechstklässler der Kaiser-Karl-Schule hatten die Möglichkeit, sich in verschiedenen Workshops mit den Themen der modernen Technologie auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung wurde erstmals in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste durchgeführt, womit ein wichtiger Schritt in Richtung praxisorientierter Bildung gemacht wurde.

Die Workshops, die von engagierten Zehntklässlern vorbereitet und durchgeführt wurden, boten den Schülerinnen und Schülern die Chance, in die Welt der Informatik einzutauchen. Sie lernten unter anderem, wie man einfache Computerspiele entwickelt und wie man elektrische Lauflichter lötet. Britta Kastens von der Fachhochschule Westküste äußerte sich positiv über das Engagement der älteren Schüler und bestätigte den Erfolg des Formats, das nun fortgeführt werden soll. Die FH plant zudem ähnliche Formate mit anderen Schulen, um die Begeisterung für Technik weiter zu fördern.

Ein Blick ins Innere von Computern

Doch das war nicht das einzige Highlight für die Schülerinnen und Schüler der Kaiser-Karl-Schule in letzter Zeit. Über 230 Schüler der Klassen 7 und 8 nahmen an einer weiteren Unterrichtseinheit teil, in der sie das Auseinander- und Zusammenbauen von Computern und Laptops erlernten. Diese erfolgreiche Aktion fand in zehn Klassen statt und wurde durch die Spende von 60 Computern und Laptops ermöglicht, die der Schule zur Verfügung gestellt wurden. Die Schüler hatten die Möglichkeit, das Innenleben der Rechner kennenzulernen und die einzelnen Bauteile wie Prozessor, Festplatte und Arbeitsspeicher zu identifizieren.

Fachleute der Fachhochschule Westküste in Heide, unter der Leitung von Prof. Dr. Appel, unterstützten die Schüler während dieser praktischen Einheit. Wissenschaftliche Mitarbeiter wie Javad Saeidi und Abdulla Al Zoubi halfen den Schülern beim Zusammenbauen der Computer und bereicherten den Unterricht mit spannenden Geschichten und Hintergrundwissen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, einen Computer für eine fiktive Person zusammenzustellen, angepasst an die individuellen Anforderungen des Nutzers, was das Lernen zusätzlich spannend machte. Diese Unterrichtseinheit erregte sogar die Aufmerksamkeit des Fernsehens, was dem Projekt eine weitere Dimension der Sichtbarkeit verlieh.

Innovative Bildungstechnologien im Fokus

Derartige Initiativen zeigen, wie wichtig die Verbindung von Schulbildung und praktischen Erfahrungen in der heutigen Zeit ist. Der Arbeitsbereich Innovative Bildungstechnologien an der Universität Tübingen beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Technologien für die Bildung. In Kooperation mit Institutionen wie dem Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien, zielt dieser Bereich darauf ab, innovative Lernszenarien zu schaffen, die unter anderem moderne Technologien wie künstliche Intelligenz und Virtual Reality einbeziehen.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und Informatik wird an Lösungen gearbeitet, die den Herausforderungen der digitalen Welt gerecht werden. Die Entwicklung und wissenschaftliche Untersuchung skalierbarer Prototypen sind dabei zentral, um sicherzustellen, dass diese Lösungen in der Praxis anwendbar und effektiv sind. Besonders die Einbeziehung medienethischer Expertise ist von großer Bedeutung, um eine ethisch verantwortungsvolle Anwendung von Bildungstechnologien zu gewährleisten.

Insgesamt sind die aktuellen Projekte an der Kaiser-Karl-Schule und die Bemühungen der Fachhochschule Westküste ein hervorragendes Beispiel dafür, wie technologische Bildung erfolgreich gefördert werden kann. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Initiativen weiterentwickeln und welche neuen Erkenntnisse und Möglichkeiten sie den jungen Lernenden bieten werden.