Am 23. Februar 2026 wurden im Landeshaus Kiel die besten Schülerzeitungen Schleswig-Holsteins ausgezeichnet. In einem festlichen Rahmen erhielten die Redaktionen aus Grundschulen und Sekundarstufen Urkunden und Preise für ihre herausragenden Leistungen. Der Wettbewerb, der von Jugendpresse Schleswig-Holstein, Jungen Presse Pinneberg und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur organisiert wurde, hatte zahlreiche Einsendungen aus ganz Deutschland angezogen, mit insgesamt 28 Redaktionen, die sich in drei Kategorien beworben hatten.
Die Preisverleihung war ein Highlight für die neun nominierten Redaktionen, die sich über die Ehrung ihrer kreativen und journalistischen Fähigkeiten freuen konnten. In der Kategorie Grundschulen wurden die „Gido-News“ (Geesthacht), „Im Storchennest“ (Bad Bramstedt) und die „Kaland-Nachrichten“ (Lübeck) ausgezeichnet. In der Kategorie der Gemeinschaftsschulen mit Sekundarstufe II und Gymnasien – gedruckt – durften sich die „Sandes-News“ (Sandesneben), „Pressident_In“ (Pinneberg) und „Ente“ (Bad Oldesloe) über den ersten Platz freuen. Die Gewinner in der Kategorie digital waren „Hoffmännchen“ (Lütjenburg), „Freifeist LGN“ (Norderstedt) und „Heineblatt“ (Heikendorf). Diese Erfolge zeigen, wie vielfältig und engagiert die Schülerzeitungen in Schleswig-Holstein sind und welche wichtige Rolle sie für die Entwicklung von Medienkompetenz und demokratischer Teilhabe spielen.
Bedeutung der Schülerzeitungen
Die Landtagsvizepräsidentin Beate Raudies, die die Preise überreichte, hob in ihrer Begrüßungsrede die entscheidende Rolle der Schülerzeitungen für die demokratische Kultur hervor. „Schülerzeitungen sind ein Forum für Meinungen und bieten Einblicke in die Anliegen junger Menschen“, erklärte sie. Dies unterstreicht die Relevanz von Schülerzeitungen nicht nur als kreative Plattform, sondern auch als Instrument zur Förderung von Medienkompetenz. Raudies betonte, dass die Arbeit der jungen Redakteurinnen und Redakteure einen bedeutenden Beitrag zur Demokratie leistet und Fähigkeiten wie Zuhören, Argumente abwägen und Verantwortung übernehmen fördert.
In der heutigen Zeit, in der Informationen schnell verbreitet werden, ist sorgfältiger Journalismus wichtiger denn je. Die Staatssekretärin Tobias von der Heide lobte ebenfalls die Arbeit der Nachwuchs-Redakteure und ermutigte sie, weiterhin aktiv zu sein. Die ausgezeichneten Redaktionen erhielten nicht nur Urkunden, sondern auch Preise, darunter Redaktionsbesuche bei verschiedenen Medien.
Digitale Transformation
Die Entwicklung der Schülerzeitungen zeigt einen klaren Trend hin zur digitalen Transformation. Immer mehr Redaktionen verlagern ihre Arbeit ins Digitale, um neue Formate wie Videos, Umfragen und interaktive Inhalte zu integrieren. Diese digitale Welle bietet nicht nur neue Möglichkeiten der Informationsverbreitung, sondern auch der Teilhabe. Laut der JIM-Studie 2024 nutzen 93% der 12- bis 19-Jährigen täglich Smartphones, was die Relevanz digitaler Schülerzeitungen unterstreicht.
Digitale Formate ermöglichen eine flexiblere und nachhaltigere Produktion, die verschiedene Medienformate kombiniert. Dennoch gibt es Herausforderungen, wie die „News Fatigue“ unter Jugendlichen, die den Bedarf an informativen und einladenden Formaten erhöht. Digitale Schülerzeitungen können hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie niedrigschwellige Möglichkeiten zur Diskussion und Teilhabe bieten und gleichzeitig die Reichweite erhöhen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind ebenfalls entscheidend. Schülerzeitungen sind ein Ausdruck gelebter Pressefreiheit, die durch das Grundgesetz geschützt ist. Die Verantwortung für die Inhalte liegt bei den Herausgebenden und Redakteuren, was die Wichtigkeit von verantwortungsvollem Journalismus unterstreicht.
Die Preisverleihung und die Anerkennung der Schülerinnen und Schüler sind nicht nur eine Feier des Erfolgs, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Generationen, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Welt einzubringen. Es bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung für das Schreiben und die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen in den Schulen weiter gefördert wird, um die demokratische Kultur auch in Zukunft zu stärken. Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb finden Sie auch in einem Artikel von ln-online und den offiziellen Seiten des Landtags Schleswig-Holstein.




