In Trittau, einem kleinen Ort im Kreis Stormarn, ist das düstere Geschehen in der Diskothek „Fun-Parc“ nach wie vor in aller Munde. Mit dem heutigen Prozessbeginn am NDR gegen einen 22-jährigen Mann aus der Region beginnt ein weiteres Kapitel in der traurigen Geschichte dieser Lokalität. Der Angeklagte ist beschuldigt, im April 2025 in einer Eskalation tödlich auf den 21-jährigen Mirac Y. eingestochen zu haben.
Die Vorfälle nahmen in der Nacht des 13. April 2025 ihren Lauf, als zwischen zwei Gruppen in der Disco eine Auseinandersetzung eskalierte. Mirac Y., der aus Mölln stammt, wurde seinerzeit von einem Unbekannten erstochen und verstarb noch am Tatort, während mehrere andere Beteiligte mit leichten Verletzungen davonkamen. Zeugen berichteten von einer intensiven Auseinandersetzung, die sich um 2 Uhr in der Nacht verletzlich verlagert hat und von Überwachungskameras dokumentiert wurde.
Ermittlungen und Prozess
Unter dem Eindruck dieser Tragödie stellte sich der Verdächtige gut zwei Wochen nach der Tat der Polizei, zusammen mit seinem Anwalt. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Staatsanwaltschaft zufolge wird ihm Totschlag zur Last gelegt, und es wurde ein Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen verliefen jedoch alles andere als klar; die Hintergründe der Auseinandersetzung sind nach wie vor unbekannt und die Polizei sieht sich mit der Komplexität des Falls konfrontiert. So berichtete die Bild, dass während einer Suchaktion nach der Tatwaffe auf dem Disco-Gelände und in einem Regenrückhaltebecken keine Fundstücke gemeldet wurden.
Die Schließung des „Fun-Parc“ aufgrund von Insolvenz ist ein weiteres Zeichen für die Folgen solcher Gewalttaten. Diese Ereignisse fallen in eine Zeit, in der Messerangriffe in Deutschland statistisch betrachtet im Vormarsch sind. Laut einer Studie von Statista stieg die Anzahl der polizeilich erfassten Messerangriffe von 2022 bis 2024 stetig an. Solche Zahlen schockieren und zeigen, dass auch in ländlichen Regionen die Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen präsent ist.
Die Diskussion über Sicherheit und Gewaltprävention in der Nachtgastronomie ist aktueller denn je, und die Bevölkerung in Trittau hofft, dass der bevorstehende Prozess Aufklärung bringt und zumindest ein Stück weit zur Rehabilitation des Sicherheitsgefühls beiträgt.
Wer Informationen zu dem Vorfall hat, kann diese weiterhin der Polizei unter der Nummer 0451-131 0 zur Verfügung stellen.