In Mainz wird heute ab 19:00 Uhr gestreikt! Die Beschäftigten des Kinos CineStar haben den Arbeitskampf ausgerufen, um für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Belegschaft mobilisiert, und die Folgen könnten spürbar sein: Mit erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf wird gerechnet, was zwar die Kinobesucher einige Unannehmlichkeiten kosten könnte, jedoch für die Beschäftigten von großer Bedeutung ist.
Die Forderungen der Streikenden sind klar und deutlich: Ein Stundenlohn von mindestens 16 Euro muss her, ebenso wie deutliche Lohnerhöhungen für langjährig Beschäftigte. Auch die Jahressonderzahlung soll auf 880 Euro angehoben werden. Verdi hebt hervor, dass gerade die Mitarbeiter an Kasse, Einlass, Gastronomie und Technik das Rückgrat des Kinobetriebs darstellen und ohne sie kein reibungsloser Ablauf möglicht ist. So weist sie auch auf die besondere Bedeutung der CineStar-Kinos hin, die mit ihren zehn Sälen und über 2.500 Sitzplätzen das größte in Mainz und Umgebung sind.
Warnstreik und bundesweite Mobilisierung
Der Warnstreik gehört zu einer bundesweiten Aktion, die Beschäftigte der Kinokonzerne CineStar und UCI umfasst. Verdi hat zu diesem Schritt nicht ohne Grund aufgerufen – auch an den Berlinale-Standorten wie dem CineStar CUBIX am Alexanderplatz in Berlin sind Streiks angekündigt. Der Verhandlungsführer Andreas Köhn verdeutlicht, dass glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen nicht zusammenpassen können. Schließlich geht es hier um sozial gerechte Einkommen für rund 2.500 Kinobeschäftigte, die nicht nur von einem Mindestlohn leben sollten.
Der Arbeitgeber, CineStar, hat in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot unterbreitet und betrachtet den gesetzlichen Mindestlohn als ausreichend. Dies stößt auf die erbitterte Kritik der Gewerkschafter: „Wir sind nicht bereit, diesen Kurs länger zu akzeptieren“, so Köhn.
Nächste Schritte in den Verhandlungen
Die nächste Verhandlungsrunde mit CineStar ist für den 17. Februar 2026 angesetzt. Auch die UCI-Kinos sind in den Fokus gerückt – hier wurde nur eine magere Erhöhung um 14 Cent angeboten, bevor die Anpassung des Mindestlohns auf 14,60 Euro ab Januar 2027 kommen soll. In Städten wie Leipzig, Frankfurt und Mainz sind ähnliche Initiativen vorgesehen, die zeigen, dass sich die Beschäftigten nicht mehr mit weniger zufrieden geben wollen.
In einem offenen Statement haben die Streikenden an das Publikum appelliert, ihre Anliegen zu verstehen und die Notwendigkeit des Streiks anzuerkennen. Auch wenn die aktuellen Proteste Unannehmlichkeiten verursachen, sei es unerlässlich, für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung zu kämpfen. Dies bleibt festzuhalten: Der Weg zu fairen Löhnen führt über die Solidarität!
Wird sich die Situation für die Beschäftigten bald verbessern? Der Dialog hat begonnen, doch die Zeichen stehen auf Sturm. Alle Augen sind nun auf die kommenden Verhandlungen gerichtet, ob Arbeitgeber und Gewerkschaft endlich zusammenfinden werden. Führt der Streik dazu, dass die Anliegen der Beschäftigten nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden?
Süddeutsche Zeitung berichtet von den aktuellen Entwicklungen und den Hintergründen des Streiks. Die Berichte von ver.di und Tagesschau werfen weiteres Licht auf die Protestaktionen und die Situation der Beschäftigten in zahlreichen anderen Städten.