Heute ist der 19.04.2026. Ein frischer Wind weht durch die Hallen der OMV in Österreich. Mit der Nominierung von Emma Delaney als neuer Vorstandsvorsitzender des Unternehmens stehen nicht nur personelle, sondern auch strategische Veränderungen an. Die gebürtige Dublinerin bringt eine beeindruckende internationale Karriere mit, die sie durch verschiedene Länder und Kulturen führte. Ihre Erfahrungen bei BP in Frankreich, Deutschland, Indonesien, Irak, Afrika und China machen sie zu einer gefragten Expertin in der Energiebranche.
Emma Delaney wird die erste Frau in der Geschichte der OMV an der Spitze des Unternehmens sein. Ihr Amtsantritt ist für den Herbst geplant und ihr Vertrag läuft über drei Jahre mit der Option auf Verlängerung. Die OMV steht vor einer grundlegenden Transformation, bei der der Fokus vom traditionellen Öl- und Gaskonzern hin zu einem modernen Petrochemie-Dienstleister verschoben wird. Kurzfristig wird jedoch eine Rückkehr zum Öl- und Gasgeschäft durch die Abspaltung der Chemie in die Borouge Group vollzogen.
Starke Unterstützung für Emma Delaney
Die Nominierung von Emma Delaney wird von prominenten Vertretern der Wirtschaft und Politik begrüßt. Edith Hlawati, die ÖBAG-Vorständin und stellvertretende OMV-Aufsichtsratsvorsitzende, äußert sich positiv über die Entscheidung. Lutz Feldmann, Aufsichtsratschef der OMV, bezeichnet Delaney als herausragende und hochqualifizierte CEO-Kandidatin. Auch Bundeskanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer zeigen sich erfreut über die Nominierung und sehen sie als starkes Signal für die Weiterentwicklung und strategische Stärkung der OMV.
Mit einem Umsatz von 24 Milliarden Euro im Jahr 2025 und rund 22.300 Mitarbeitern weltweit hat die OMV eine bedeutende Rolle in der Energiebranche inne. Strategische Beteiligungen an OMV Petrom und Borouge International unterstreichen die Internationalität und Weitsicht des Unternehmens.
Ein Blick auf Frauen in Führungspositionen
Die Nominierung von Emma Delaney ist nicht nur ein bedeutender Schritt für die OMV, sondern auch ein wichtiges Zeichen in der Diskussion um Frauen in Führungspositionen in der Energiewirtschaft. Der Frauenanteil in dieser Branche ist gering und sinkt mit steigenden Führungspositionen dramatisch. So beträgt der Anteil weiblicher Mitglieder in Vorständen lediglich 10,2 %, bei Geschäftsführungen sind es gar nur 6,3 %. Auch wenn der höchste Frauenanteil in Verwaltungs- und Aufsichtsräten bei 16,4 % liegt, zeigt die Entwicklung, dass es noch viel zu tun gibt, um Gleichstellung in der Branche zu fördern.
Die regionalen Unterschiede in Deutschland sind ebenfalls bemerkenswert. Während im Osten ein Frauenanteil von 20 % in Führungspositionen erreicht wird, liegt dieser im Westen, Norden und Süden nur zwischen 11 und 16 %. Diese Statistiken verdeutlichen, dass Emma Delaney nicht nur eine Pionierin für die OMV, sondern auch ein Symbol für die fortschreitende Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen in der gesamten Branche sein könnte.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie Emma Delaney die Herausforderungen annehmen wird und welche Impulse sie für die OMV und die Energiewirtschaft insgesamt setzen kann. Ihre Arbeit wird in Österreich genau beobachtet, und die Erwartungen sind hoch.