Italien plant Goldsteuer: So beeinflusst es Ihr Vermögen!

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Italien plant eine einmalige Steuer auf undeklariertes Gold, um Haushaltsdefizite zu senken und Einnahmen zu steigern.

Italien plant eine einmalige Steuer auf undeklariertes Gold, um Haushaltsdefizite zu senken und Einnahmen zu steigern.
Italien plant eine einmalige Steuer auf undeklariertes Gold, um Haushaltsdefizite zu senken und Einnahmen zu steigern.

Italien plant Goldsteuer: So beeinflusst es Ihr Vermögen!

In den letzten Monaten ist der Goldpreis stark angestiegen, was in klammen EU-Staaten, insbesondere in Italien, Begehrlichkeiten weckt. Die italienische Regierung unter Giorgia Meloni hat nun einen Entwurf im Raum, der für Aufregung sorgt: eine einmalige Abgabe auf die nicht deklarierte Goldbestände der Bürger. Welt.de berichtet, dass es sich hierbei um Schmuck, Münzen und kleine Goldbarren handelt, die in vielen italienischen Haushalten lagern und oft über Generationen weitergegeben werden.

Die italienische Staatskasse steht unter Druck, da die Schuldenquote des Landes bei über 135% des BIP liegt – weit entfernt von den Maastricht-Kriterien von 60%. Laut Focus.de erhofft sich die Regierung durch diese Maßnahme Einnahmen von bis zu zwei Milliarden Euro. Offenbar könnte eine Abgabe von 12,5% auf den aktuellen Wert des Goldes fällig werden, während auf zukünftige Gewinne nur dann Steuern anfallen sollen.

Politische Stabilität und Widerstand

Inmitten von finanziellem Druck, sieht sich die Regierung auch mit zahlreichen politischen und juristischen Fragen konfrontiert. Experten äußern Bedenken bezüglich der Verfassungsmäßigkeit der Abgabe sowie der Wertbestimmung des Goldes. Besonders die Kulturbedeutung des Goldes in Italien ist nicht zu unterschätzen: Für viele Familien ist es ein wichtiger Wertspeicher, und das Fehlen von Kaufquittungen könnte dazu führen, dass viele Goldbesitzer ihre Bestände nicht offenlegen werden.

Die zur Zeit gültige Regelung sieht bereits eine Kapitalertragsteuer von 26% auf den Verkaufserlös von Gold vor. Der neue Vorschlag zur einmaligen Abgabe könnte jedoch die sogenannte Legalisierung und Bewertung informeller Bestände ermöglichen. Viele Ökonomen warnen jedoch davor, dass Haushalte vor Inkrafttreten der Regelung ihre Bestände verkaufen oder ins Ausland bringen könnten, was die erhofften Einnahmen deutlich schmälern würde.

Auswirkungen auf deutsche Anleger

Der Vorstoß hat auch interessante Auswirkungen auf deutsche Goldanleger zur Folge. Während in Deutschland keine solchen Maßnahmen diskutiert werden und Anlagegold hier mehrwertsteuerfrei ist, zeigt das italienische Beispiel umso mehr, wie wichtig eine ordentliche Dokumentation von Goldkäufen ist. In Deutschland sind Verkaufsgewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr ebenfalls steuerfrei. Welt.de und Focus.de betonen beide, wie wichtig diese politische Maßnahme für den Fortbestand der Euro-Zone ist. Die Unsicherheiten, vor denen Italien steht, bringen zusätzlich viele Fragestellungen mit sich.