Baupläne für Parkhaus in Regensburg: Streit um Standort und Kosten
In Regensburg wird die Debatte um ein neues Parkhaus am Altstadtrand immer hitziger. Der geplante Bau, der 11,4 Millionen Euro kosten und die Anzahl der Parkplätze um 300 erhöhen soll, steht aufgrund wachsender Bedenken unter Druck. Die Kritiker aus den Reihen der Grünen und CSU argumentieren, dass die Planungen nicht sinnvoll sind, während die FDP einen neuen Vorschlag einbringt.
Widerstand gegen das Millionen-Projekt
Das Projekt für das Parkhaus am Unteren Wöhrd sorgt nicht nur im Stadtrat, sondern auch in der Bevölkerung für Unmut. Die Grünen haben bereits einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, um die Planungen zu stoppen. „Das ist die falsche Planung am falschen Standort“, äußert sich der Fraktionschef der Grünen, Daniel Gaittet. Er fordert umfassende Informationen zur Auslastung bestehender Parkhäuser, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann.
Die Ängste um hohe Kosten
Bei den Plänen handelt es sich um einen heiklen Punkt, da die Kosten für das Projekt beträchtlich sind. Die CSU zeigt sich skeptisch, vor allem angesichts der finanziellen Dimension und der zusätzlichen Kosten. Das Projekt könnte nicht nur teuer werden, sondern auch die bereits bestehenden Haushaltsmittel in Frage stellen. Sollte die CSU das Vorhaben ablehnen, könnte dies das Ende für den Bau des neuen Parkhauses bedeuten, was von Brücke-Stadtrat Florian Rottke kritisiert wird.
Verkehrsberuhigung als Ziel
Die Planungsreferentin Tanja Flemmig hebt hervor, dass das Vorhaben ein wichtiges Element in der Verkehrsberuhigung der Altstadt darstellt. Regensburg hat viele Bewohner und Pendler, die auf Parkplätze angewiesen sind. Das Parkhaus soll demnach nicht nur die Parkmöglichkeiten erweitern, sondern auch dazu beitragen, den Verkehr in der Altstadt zu reduzieren.
Alternative Konzepte aus der FDP
Die FDP schlägt vor, das Parkhaus zu bauen und gleichzeitig den Alten Kornmarkt von Parkplätzen zu befreien, um eine Entlastung für die Altstadt zu schaffen. Horst Meierhofer und Gabriele Opitz argumentieren, dass der Fokus nicht nur auf dem neuen Parkraum liegen sollte, sondern auch auf der Reduzierung des Parksuchverkehrs in der Innenstadt.
Die Kritik an der Planung und ihren Konsequenzen
Die vorgebrachten Bedenken beziehen sich jedoch nicht nur auf die Kosten und den Standort. Ex-Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat die Debatte als „kleinkariert“ bezeichnet und sieht die Notwendigkeit eines größeren Angebots als nötig. Er hätte sich 3.000 Stellplätze gewünscht, um das Verkehrswachstum zu steuern und die Altstadt zu entlasten.
Was kommt als Nächstes?
Die Diskussion um das Parkhaus in Regensburg spiegelt eine größere Herausforderung wider: Die Balance zwischen Stadtentwicklung und Umweltschutz. Die nächste Stadtratssitzung wird mit Spannung erwartet, während die unterschiedlichen Positionen weiterhin aufeinanderprallen. Bleibt abzuwarten, welche Richtung die Politik letztendlich einschlägt und ob eine Einigung erzielt werden kann, die sowohl die Bedürfnisse der Stadtbewohner als auch die finanziellen Möglichkeiten respektiert.
– NAG