Baden-Württemberg: Bürgerforum fordert Social-Media-Verbot für Kinder!

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Am 17.01.2026 übergab ein Bürgerforum 44 Empfehlungen zur Medienregulierung in Baden-Württemberg, darunter ein Social-Media-Verbot für Kinder.

Am 17.01.2026 übergab ein Bürgerforum 44 Empfehlungen zur Medienregulierung in Baden-Württemberg, darunter ein Social-Media-Verbot für Kinder.
Am 17.01.2026 übergab ein Bürgerforum 44 Empfehlungen zur Medienregulierung in Baden-Württemberg, darunter ein Social-Media-Verbot für Kinder.

Baden-Württemberg: Bürgerforum fordert Social-Media-Verbot für Kinder!

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über den Einfluss von Medien und der Künstlichen Intelligenz (KI) auf unser tägliches Leben. Ein kürzlich veröffentlichtes Bürgerforum hat in Baden-Württemberg einige wichtige Empfehlungen zur Mediennutzung erarbeitet. Über mehrere Monate haben mehr als 60 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen kräftig diskutiert, und die Ergebnisse sind mehr als bemerkenswert. Wie tagesschau.de berichtet, wurden insgesamt 44 Empfehlungen an die Landtagspräsidentin Muhterem Aras übergeben.

Die Themen der Diskussionen waren vielseitig und reichen von der Rolle privater und öffentlich-rechtlicher Medien bis hin zur Regulierung von Online-Plattformen und dem Umgang mit KI. Insbesondere ein Vorschlag sticht hervor: ein komplettes Social-Media-Verbot für Kinder bis zehn Jahre. Zudem sollen Smartphones in den Klassen eins bis vier verboten werden. Um bereits frühzeitig Medienkompetenz zu fördern, soll ab der fünften Klasse ein eigenes Schulfach etabliert werden. Des Weiteren wurden auch strengere Alterskontrollen für Medieninhalte empfohlen, sowie die Forderung, dass Content Creator ihre Informationsquellen offenlegen und verlinken müssen.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt der Pressestiftung Baden-Württemberg und wurde von Wissenschaftlern begleitet. Laut der Landtagspräsidentin Aras sind die Ergebnisse ein wertvoller Beitrag zum demokratischen Diskurs. Der SWR-Intendant Kai Gniffke hat die Bedeutung des Dialogs mit Mediennutzern hervorgehoben, um die journalistische Qualität zu erhöhen. Jens Schmitz, Vorsitzender der Pressestiftung, erklärte, dass es das Ziel des Forums war, die Perspektive der Mediennutzer besser zu verstehen.

Doch wie steht es um die Medienkompetenz der jüngeren Generation in einer Welt, in der digitale Medien eine immer größere Rolle spielen? Ein Bericht der Bundeszentrale für politische Bildung wirft diesbezüglich interessante Fragen auf. bpb.de schildert, dass das Verhältnis zwischen Mensch und KI von den anfänglichen dystopischen Sichtweisen zu einer Diskussion über Werte gewandelt ist. Die Unsicherheiten, welche Werte in KI integriert werden sollten, sind nach wie vor gegenwärtig. Bildungspolitik ist gefragt, um den Umgang mit KI in Schulen zu fördern und kritisches Denken zu lehren.

Risiken und Chancen der Künstlichen Intelligenz

Die Gremienvorsitzendenkonferenz der Landesmedienanstalten hat mittlerweile ein Gutachten zur KI und Medienkompetenz in Auftrag gegeben. Das Gutachten untersucht, wie KI den Medienbereich beeinflusst und schlägt Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz vor. medienpolitik.net berichtet, dass KI sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Während Personalisierung und Automatisierung den Zugang zu Informationen verbessern können, besteht auch die Gefahr von Desinformation und Filterblasen. Hier sind umfassende Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz gefragt.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Diskussionen rund um die Mediennutzung und die Rolle der Künstlichen Intelligenz wichtiger denn je sind. Es ist entscheidend, dass die Gesellschaft nicht nur auf die Herausforderungen reagiert, sondern auch aktiv an Lösungen arbeitet. Der wichtige Beitrag des Bürgerforums in Baden-Württemberg zeigt, dass eine breite Bürgerbeteiligung in diesen Fragen von Nöten ist. Gemeinsam können wir eine besser informierte und kompetente Gesellschaft gestalten.