Ehrenamtlicher Einsatz gewürdigt: LEA-Helfer strahlen in Abtsgmünd!
Kolpingsfamilien im Ostalbkreis ehren LEA-Helfer für ihr langjähriges Engagement bei der Preisverleihung in Abtsgmünd am 11.11.2025.

Ehrenamtlicher Einsatz gewürdigt: LEA-Helfer strahlen in Abtsgmünd!
In der kleinen Gemeinde Abtsgmünd wurden am 11.11.2025 die ehrenamtlichen Helfer der LEA mit dem Preis für besonderes Engagement geehrt. Dies war bereits die 21. Preisverleihung durch die Kolpingsfamilien im Ostalbkreis, und die Stimmung im Josefshaus war ausgelassen. Die Ehrung fand unter der Leitung von Wolfgang Haas, dem Vorsitzenden der Abtsgmünder Kolpingsfamilie, statt. Viele Gäste, vor allem auch ehrenamtliche Helfer, kamen zusammen, um dieser besonderen Feier beizuwohnen. Die ersten Klänge dieser festlichen Veranstaltung wurden von den Trommlern des afrikanischen Kulturvereins Aalen unter der Leitung von Pierre Kedagni präsentiert.
In seinen Begrüßungsansprachen würdigten Harald Golla, Bezirksvorsitzender der Kolpingsfamilien, sowie Landrat Joachim Bläse die unermüdliche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer. Bläse stellte in seiner Laudatio die bemerkenswerte Ausdauer und den Mut dieser Frauen und Männer heraus, die über die letzten zehn Jahre hinweg an den Grenzen ihrer Möglichkeiten gearbeitet haben, wo staatliche Hilfe häufig an ihre Limits stößt. Er erwähnt, dass viele Helfer oft mit Spott konfrontiert wurden, als sie ihren Einsatz für Geflüchtete in Angriff nahmen. Sie seien nicht die naïven Gutmenschen, für die sie oft gehalten werden, sondern vielmehr Menschen mit einer starken Mission.
Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer
Die Helfer der LEA haben in den letzten Jahren ein umfassendes Unterstützungsangebot für Geflüchtete geschaffen. Angefangen bei Sprachkursen über Übersetzungsdienste bis hin zu Hilfe bei Arztterminen und Behördengängen – ihre Engagementspectrum ist breit gefächert. Anita Knaus von der Caritas erinnerte in ihrer Ansprache an die raschen organisatorischen Maßnahmen, die zu Beginn der Flüchtlingswelle im Jahr 2014 getroffen wurden. Die ehrenamtlichen Helfer haben ohne Zögern gehandelt und ihrer Gemeinschaft große Hilfe geleistet.
Zu den Koordinatorinnen der ehrenamtlichen Helfer zählen Peggy Wetterich und Hanna Schock von der Caritas. Diese beiden Frauen sorgen dafür, dass die vielen Aktivitäten und Angebote effektiv umgesetzt werden können. Unterstützung findet das gesamte Projekt auch durch die neue Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit beim Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis, Karolina Schembri. Sie bringt umfangreiche Erfahrung mit, nachdem sie sieben Jahre beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge tätig war und als Lehrerin für Deutsch im Integrationsbereich arbeitete. Ihr Ziel ist es, Ehrenamtliche zu entlasten und die richtigen Ansprechpartner*innen zu vermitteln, was besonders in der derzeitigen Situation von Bedeutung ist.
Die Herausforderungen der Ehrenamtlichen
Die Herausforderungen, vor denen die Ehrenamtlichen stehen, sind vielfältig. Oft werden sie mit migrationsspezifischen Fragen konfrontiert, etwa bei der Unterstützung von Familienzusammenführungen oder beim Ausfüllen von Anträgen an das Jobcenter. In der aktuellen Zeit, in der die Corona-Lage auch die Flüchtlingsarbeit beeinflusst, verzögert sich die Initiierung von Patenprojekten. Dennoch bleibt die Motivation der Helfer hoch. Die Caritas bietet umfassende Informationen und Unterstützung für Interessierte, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten.
Über die Unterstützung für ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit kann auf der Website der Caritas nähere Informationen eingeholt werden. Der unermüdliche Einsatz der Ehrenamtlichen in den vergangenen Jahren zeigt, wie wichtig es ist, Solidarität und Gemeinschaft zu fördern, besonders in schwierigen Zeiten. Abtsgmünd ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie durch Zusammenhalt und Engagement Großes geleistet werden kann.