Polizist wegen Strafvereitelung verurteilt – Tödlicher Messerangriff folgt!
In Aschaffenburg führte eine polizeiliche Fehlhandlung zu tödlichem Messerangriff. Ein Beamter wurde verurteilt.

Polizist wegen Strafvereitelung verurteilt – Tödlicher Messerangriff folgt!
Ein schockierender Fall aus Alzenau wirft ein grelles Licht auf gravierende Versäumnisse innerhalb der Polizei. Der zuständige Polizeiobermeister, der für die Ermittlungen zu einem Körperverletzungsdelikt verantwortlich war, wurde kürzlich wegen Strafvereitelung im Amt verurteilt. Wie sueddeutsche.de berichtet, hat der Beamte versäumt, die Staatsanwaltschaft zu informieren, nachdem der Verdächtige Enamullah O. seine Partnerin in einer Flüchtlingsunterkunft schwer verletzte.
Im August 2024, inmitten der angespannten Situation in der Unterkunft, kam es zu einem brutalen Vorfall, bei dem der 29-jährige Enamullah O. seine Partnerin würgte und mit einem Fleischerbeil angreife. Tragischerweise führte das Versagen der Polizei dazu, dass hier keinerlei Ermittlungen eingeleitet wurden. Zwar wurde der Täter zunächst nur für eine Nacht in Gewahrsam genommen, doch es wurden weder Zeugen befragt noch Personalien aufgenommen, wie aus dem Urteil zu entnehmen ist.
Rechtskräftiges Urteil gegen den Polizisten
Ende Oktober wurde der Polizeiobermeister vor dem Amtsgericht Alzenau zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten und einer Geldauflage von 3.000 Euro verurteilt. Das Gericht stellte fest, dass es „überhaupt keine Ermittlungen“ in der Flüchtlingsunterkunft gegeben hatte. Sowohl der Verurteilte als auch der Coburger Oberstaatsanwalt Christoph Gillot zogen daraufhin ihre Berufung zurück, was das Urteil rechtskräftig machte. Laut br.de war der Polizist für alle vier eingesetzten Beamten verantwortlich, die massive Fehler in der Handhabung des Falls gemacht hatten.
Folgen des Versagens
Besonders tragisch an diesem Fall ist, dass nur fünf Monate nach dem Vorfall, Enamullah O. erneut zuschlug. Im Januar 2025 injizierte er in einem Park in Aschaffenburg mit einem Messer eine Gruppe von Krippenkindern, was zu einem tragischen Ausgang führte: Ein zweijähriger Junge und ein 41-jähriger Familienvater wurden getötet, während weitere Personen, darunter eine 73-jährige Hilfsperson und eine 59-jährige Erzieherin, schwer verletzt wurden.
Die Gerichte sahen sich daraufhin gezwungen, Enamullah O. wegen seiner paranoiden Schizophrenie dauerhaft in eine forensisch-psychiatrischen Klinik unterzubringen. Dies wirft die Frage auf, ob diese schweren Vergehen möglicherweise hätten verhindert werden können, hätte die Polizei im August 2024 ihre Pflicht erfüllt.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass durch das Versagen eines einzelnen Beamten gleich mehrere Leben in Gefahr gebracht wurden. Der Fall sorgt nicht nur für Empörung, sondern auch für eine kritische Reflexion über die Polizeiarbeit in solchen sensiblen Bereichen.