US-Einwanderungsbehörde stoppt Asylentscheidungen nach Schüssen in D.C.

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US-Einwanderungsbehörde stoppt vorläufig Asylentscheidungen nach Waffenschüssen in Washington; politische Folgen im Fokus.

US-Einwanderungsbehörde stoppt vorläufig Asylentscheidungen nach Waffenschüssen in Washington; politische Folgen im Fokus.
US-Einwanderungsbehörde stoppt vorläufig Asylentscheidungen nach Waffenschüssen in Washington; politische Folgen im Fokus.

US-Einwanderungsbehörde stoppt Asylentscheidungen nach Schüssen in D.C.

In den USA hat die Einwanderungsbehörde USCIS alle Asylentscheidungen vorerst ausgesetzt. Diese Entscheidung sorgt für Aufregung und kommt als direkte Reaktion auf die Schüsse auf zwei Nationalgardisten in Washington D.C. am 28. November 2025. Der Leiter der USCIS, Joseph Edlow, teilte diese Maßnahme über die Plattformen X und Facebook mit. Der Vorfall, bei dem eine Soldatin starb und der andere Gardist derzeit um sein Leben kämpft, hat Präsident Donald Trump veranlasst, einen umfassenden Aufnahmestopp für Menschen aus „Dritte-Welt-Ländern“ zu verkünden sowie alle Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger auszusetzen. NP Coburg berichtet, dass dies bereits eine Reaktion auf einen mutmaßlichen Angreifer ist – ein 29-jähriger Afghane, der 2021 in die USA eingereist ist. Sein Motiv bleibt dabei jedoch unbekannt.

Trump nutzt den Vorfall für seine politische Agenda und macht Flüchtlinge verantwortlich für gesellschaftliche Probleme in den USA. Wie Tagesschau feststellt, fordert Trump eine Überprüfung aller Afghanen, die während seiner Präsidentschaft in die USA kamen, und verknüpft den Vorfall mit Vorwürfen gegen die Biden-Regierung. Er beharrt darauf, dass der Angreifer im Rahmen der „Operation Allies Welcome“ eingeflogen wurde, die zahlreichen ehemaligen Ortskräften die Einreise in die USA ermöglichte.

Politische Reaktionen und Proteste

Die Spannungen in der Gesellschaft steigen und nicht nur in Washington D.C. findet ein Umdenken statt. In Städten wie New York und Chicago demonstrieren Tausende gegen die restriktive Einwanderungspolitik unter Trump. Zukünftige Proteste sind auch in Seattle, Las Vegas und San Antonio vorgesehen. In Washington D.C. sind anlässlich einer geplanten Militärparade, die am kommenden Samstag stattfinden soll, weitere Demonstrationen zu erwarten. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie hitzig die Stimmung in der Bevölkerung ist. Laut Deutschlandfunk sind die Proteste eine Antwort auf die Rückführungen und Razzien, die Trump per Dekret angeordnet hat.

Trump reagiert auf die wachsenden Proteste, indem er 4.000 Soldaten der Nationalgarde nach Los Angeles entsendet, obwohl der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom damit nicht einverstanden ist. Teile von Los Angeles müssen sich einer nächtlichen Ausgangssperre fügen, um die Ordnung zu wahren. Die Gegensätze zwischen der Trump-Administration und den Protestierenden sorgen für ein hektisches Klima, in dem mehr als 2.000 Nationalgardisten in Washington D.C. mobilisiert wurden, um die Situation zu kontrollieren. Trotz der massiven Präsenz hat ein Bundesgericht entschieden, dass der Einsatz der Nationalgarde in der Stadt illegal ist.

Gerade jetzt zeigt sich, wie sehr die Themen Einwanderung und öffentliche Sicherheit in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzungen rücken. Die Gesellschaft steht vor der Frage, welchen Einfluss solche tragischen Ereignisse auf die Migrationspolitik der USA haben werden.