Historischer Fotokalender 2026: Deggendorf blickt zurück auf die 70er!

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Deggendorf präsentiert seinen Fotokalender 2026 mit historischen Aufnahmen aus den 1970ern. Jetzt erhältlich im Alten Rathaus!

Deggendorf präsentiert seinen Fotokalender 2026 mit historischen Aufnahmen aus den 1970ern. Jetzt erhältlich im Alten Rathaus!
Deggendorf präsentiert seinen Fotokalender 2026 mit historischen Aufnahmen aus den 1970ern. Jetzt erhältlich im Alten Rathaus!

Historischer Fotokalender 2026: Deggendorf blickt zurück auf die 70er!

In einer unterhaltsamen Wendung hat die Stadt Deggendorf heute ihren neuen Fotokalender für das Jahr 2026 veröffentlicht. Der Kalender zeigt zwölf nostalgische Aufnahmen aus den 1970er Jahren, die das historische Flair der Stadt einfangen. Zu den Highlights gehören das alte Karstadt-Gebäude, das 1976 seine Türen öffnete, sowie ein Blick auf die ehemalige Kaserne, die einen bedeutenden Teil der Stadtgeschichte darstellt. Diese einzigartigen Bilder sind nicht nur ein visueller Genuss, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte, das zum Schwelgen in Erinnerungen einlädt. Der Kalender ist ab sofort in der Tourist Information im Alten Rathaus erhältlich und kostet lediglich 10 Euro, was ihn zu einem idealen Geschenk oder Souvenir macht, das sich gut verkaufen dürfte. Die PNP berichtet, dass hierfür wertvolles Archivmaterial sowie Bilder von lokalen Sammlern genutzt wurden.

Deggendorf, als drittgrößte Stadt des gleichnamigen Landkreises, hat mit ihren ca. 33.000 Einwohnern nicht nur einen lebhaften Alltag zu bieten, sondern auch eine tief verwurzelte Geschichte. Die Stadt liegt malerisch am linken Ufer der Donau, umgeben von den sanften Hügeln des Bayerischen Waldes. Sie ist eine der ältesten Siedlungen in Bayern, mit Spuren menschlicher Besiedlung, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Wikipedia schildert, dass die erste urkundliche Erwähnung Deggendorfs im Jahr 868 stattfand und die Stadt 1212 das Stadtrecht verliehen bekam. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Deggendorf sowohl glanzvolle als auch tragische Moment – darunter Tragödien wie das Massaker an der jüdischen Gemeinde im 14. Jahrhundert.

Ein Blick in die Vergangenheit

Während die Stadt sich im Mittelalter als bedeutender Handelsort etablierte, ging diese Blütezeit Hand in Hand mit Herausforderungen, darunter Brände und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Trotz der Rückschläge hat Deggendorf immer wieder neue Wege gefunden, sich weiterzuentwickeln. So ist die Stadt nicht nur für ihre Geschichte bekannt, sondern auch für ihre Resilienz und ihren Spirit.

Die Pilgerstätte Heilig-Grab-Kirche, die im 15. Jahrhundert an Bedeutung gewann, zieht bis heute Besucher an. Von den einst blühenden Pilgerreisen, die im 18. und 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichten, ist nur noch eine geringe Teilnehmerzahl geblieben. Der Verlust der ursprünglichen Teilnehmerzahlen und die damit verbundenen kritischen Stimmen führte schließlich zur Abschaffung der Pilgerreise und zu einer Entschuldigung der Diözese Regensburg für die historischen Verunglimpfen der jüdischen Bevölkerung.

Ein lebendiges Erbe

Nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte Deggendorf ein Auffanglager für jüdische Flüchtlinge, was zeigt, dass die Stadt mehr als nur eine Ansammlung von Gebäuden ist – sie ist der Zeuge vieler Geschichten. Das Lager umfasste ca. 2000 Menschen und bot zahlreiche kulturelle Aktivitäten, darunter eine Theatergruppe und sogar eine eigene Währung, den „Deggendorf Dollar“.

Deggendorf bietet heute vielfältige Möglichkeiten für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Mit einem breiten Angebot an Freizeitaktivitäten und einer lebendigen Kultur ist es ein Ort, der sowohl Tradition als auch Fortschritt schätzt. Aktuelle Informationen zur Stadt, zu Veranstaltungen und zur Geschichte finden Interessierte auf der offiziellen Webseite deggenford.de.