Drogen im Internet: Streeck warnt vor neuer Gefahr für Jugendliche!

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Bundesdrogenbeauftragter Streeck warnt 2025 vor wachsenden Drogenrisiken für Jugendliche durch leichten Zugang im Internet.

Bundesdrogenbeauftragter Streeck warnt 2025 vor wachsenden Drogenrisiken für Jugendliche durch leichten Zugang im Internet.
Bundesdrogenbeauftragter Streeck warnt 2025 vor wachsenden Drogenrisiken für Jugendliche durch leichten Zugang im Internet.

Drogen im Internet: Streeck warnt vor neuer Gefahr für Jugendliche!

Immer mehr Jugendliche sind in Gefahr, leicht an Drogen zu gelangen. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) warnt eindringlich vor der alarmierenden Situation. „Die Verfügbarkeit von Drogen im Darknet und im normalen Internet nimmt rasant zu. Sie können direkt ins Jugendzimmer geliefert werden, beispielsweise per Taxi“, erklärt Streeck. Diese Entwicklung schafft große Probleme im Bereich des Jugendschutzes. Die Liste der gefährlichen Substanzen ist lang und reicht von Fentanyl bis zu synthetischen Opioiden wie Nitazene, die in kleinen Mengen sogar tödlich sein können. Besonders besorgniserregend ist auch das Phenomen Crack, das bereits nach einem einzigen Zug an der Pfeife zu einer dauerhaften Abhängigkeit führen kann. „Es verursacht massive gesundheitliche Schäden und aggressive Verhaltensweisen“, warnt Streeck.

Die Situation wird noch komplizierter, wenn man bedenkt, dass Drogenverkäufe zunehmend über Messenger-Dienste und Social-Media-Plattformen erfolgen. Wie jugendschutz.net berichtet, haben illegale Geschäfte im Internet bereits eine besorgniserregende Etablierung erreicht. „Die Gefahr betrifft nicht nur Jugendliche mit aktiven Drogenkontakten, sondern auch solche, die bisher keine Berührungspunkte hatten“, so eine aktuelle Einschätzung. Über das Internet wird sogar Lachgas konsumiert, das gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Alarmierende Entwicklungen im Darknet

Seit dem Aufkommen von digitalen Schwarzmärkten wie „Silk Road“ wird Drogenhandel im Darknet immer einfacher. Anonyme Bestellungen sind mittlerweile mit speziellen Softwarelösungen möglich, was für die Ermittler eine echte Herausforderung darstellt. Über 50 % der Webseiten im Tor-Netzwerk haben legalen Inhalt; dennoch handeln etwa 4 % mit Drogen. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat festgestellt, dass die Kryptomärkte für Drogen im Vergleich zu herkömmlichen Märkten qualitativ hochwertigere Produkte anbieten. Dies trägt zur Anziehung junger Leute bei, die nach der schnellen Lösung suchen.

„Die Möglichkeit, Drogen bequem nach Hause geliefert zu bekommen, zieht viele an. Vor allem der einfache Zugang kann fatale Folgen für Jugendliche haben“, sagt Streeck. Das Risiko ist hoch, insbesondere für Konsumenten mit geringem Durchhaltevermögen oder moderater Impulskontrolle. Ein bundesweites Frühwarnsystem für Rettungskräfte und Fachleute in der Suchthilfe scheint daher dringend erforderlich zu sein, um präventiv tätig zu werden.

Gemeinsame Verantwortung

Gemeinsam mit der Gesellschaft müssen wir uns der Herausforderung stellen und Wege finden, die Risiken im Zusammenhang mit Drogenkonsum zu verringern. Streeck fordert, dass gerade auch die Plattformen, die solche Inhalte hosten, eine Verantwortung übernehmen müssen. Inhalte, die den Konsum von Drogen verharmlosen, sollten daher dringend gemeldet werden. Um dieser Aufgabe Herr zu werden, stellt jugendschutz.net ein Hinweisformular bereit.

Die Sorgen über die Zunahme an Drogenkonsum und die damit verbundenen Gefahren sind nicht unbegründet. Das Thema erfordert dringenden Handlungsbedarf. Es liegt an uns, Jugendliche zu schützen, während wir gleichzeitig in einer digitalisierten Welt leben, in der der Drogenhandel an einer Vielzahl von Stellen blüht.