Mauerstetten setzt auf Windkraft: Bürgerbeteiligung und Strom für 3.000 Haushalte
Mauerstetten plant drei Windenergieanlagen bis 2028. Bürgerabend mit 150 Teilnehmern informiert über Bürgerbeteiligung und nächste Schritte.

Mauerstetten setzt auf Windkraft: Bürgerbeteiligung und Strom für 3.000 Haushalte
In der malerischen Gemeinde Mauerstetten tut sich so einiges: Die Planung für den Bau von drei neuen Windenergieanlagen nimmt Gestalt an. Dies wurde bei einem gut besuchten Bürgerinformationsabend im Sonnenhof beschlossen, zu dem etwa 150 Einwohner kamen. Bürgermeister Armin Holderried eröffnete die Veranstaltung, die von Dr. Hannah Büttner moderiert wurde. Die neuen Windräder sollen südlich des Ortsteils Frankenried errichtet werden.
Doch was genau bringt dieses Projekt für die Bürgerinnen und Bürger mit sich? Die Ingenieurbüro Sing GmbH aus Landsberg am Lech stellte das Bürgerenergieprojekt vor. Jede der geplanten Windenergieanlagen wird eine Nabenhöhe von 175 Metern und einen entsprechenden Rotordurchmesser aufweisen. Damit wird jede Anlage jährlich etwa 13 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren können – genug, um mehr als 3.000 Haushalte mit Energie zu versorgen.
Bürgerbeteiligung im Vordergrund
Ein zentrales Anliegen ist die finanzielle Beteiligung der Einwohner an der Betreibergesellschaft der Windkraftanlagen. Bürgermeister Holderried und sein Team sind bestrebt, die Bevölkerung aktiv in die Energiewende einzubeziehen. So wurden während der Veranstaltung Fragen und Anliegen gesammelt, die dann im Plenum geklärt wurden. Dies zeigt, dass die Gemeinde großen Wert auf Transparenz legt und die Bürger mitnimmt.
Im Gespräch kam auch das Thema der bundesrechtlichen Vorgaben zur Sprache. Bis zum Jahr 2027 müssen in Deutschland 1,1 % der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden, bis 2032 sollen es sogar 1,8 % sein. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit solcher Projekte, um die angestrebten Ziele für Erneuerbare Energien zu erreichen.
Weitere Schritte und Ausblick
Die nächsten Schritte des Projektes sind bereits geplant. Der Genehmigungsantrag für die Windenergieanlagen liegt beim Landratsamt Ostallgäu vor. Ein wichtiger Punkt ist die anstehende Änderung des Flächennutzungsplans, die am 11. November im Gemeinderat besprochen werden soll. Die früheste Inbetriebnahme der Windkraftanlagen wird für 2028 erwartet.
Um das Informationsangebot weiter zu verbessern, sind bereits zusätzliche Informationsabende in Planung. Diese sollen dazu dienen, die Bürgerinnen und Bürger weiter in die Energiewende einzubinden und über Fortschritte offen zu informieren. Interessierte können sich auf der Homepage der Gemeinde über Präsentationen und Antworten zu den Anfragen informieren.
Die Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung wurden von vielen Teilnehmern als sehr positiv bewertet. Der Austausch zwischen Gemeindevertretern und Einwohnern zeigt, dass in Mauerstetten ein gutes Händchen im Umgang mit der Energiewende bewiesen wird. Hier wird aktiv an einer nachhaltigen Zukunft gearbeitet – und das im wahrsten Sinne des Wortes!