Kulturkampf in Kulmbach: Güterbahnhof muss weichen für neue Projekte!
Kulmbach diskutiert Abriss des Güterbahnhofs, neue Entwicklungen im städtischen ISEK und lokale Gewinner und Verlierer der Woche.

Kulturkampf in Kulmbach: Güterbahnhof muss weichen für neue Projekte!
Ein weiteres spannendes Wochenende steht bevor und in Kulmbach gibt es wieder einiges zu berichten. Besonders in den letzten Tagen wurde die Stadt sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht in den Schlagzeilen erwähnt. Die Frankenpost beleuchtet die Gewinner und Verlierer der Woche, und dabei sticht insbesondere die Übernahme eines traditionsreichen Familienbetriebs im Bereich der Backkunst hervor.
Das Lanzendorfer Backparadies hat wichtige Weichen gestellt, um einen Familienbetrieb aus der Fränkischen Schweiz zu retten. Diese positive Nachricht hebt die Stimmung in der Region, während die Stadt gleichzeitig mit negativen Schlagzeilen konfrontiert ist. Das führt uns zum Thema des Abrisses des alten Güterbahnhofs, das die Gemüter erhitzt. Laut dem Kurier hat der Kulmbacher Stadtrat mit 23 zu 3 Stimmen für den Abriss gestimmt, trotz vielfacher Kritik.
Der Abschied vom Güterbahnhof
Der alte Güterbahnhof ist derzeit als Denkmal eingestuft, wird von den Verantwortlichen jedoch als Hindernis für die Zukunft Kulmbachs angesehen. Während sich zwei Mitglieder der Grünen und ein Mitglied der AfD für den Erhalt des Gebäudes aussprachen, unterstützen insgesamt 24 Mitglieder des Stadtrates den Abriss. Oberbürgermeister Ingo Lehmann betont die Notwendigkeit des Abrisses für die Planungssicherheit in der Stadt, die kürzlich auch die Freigabe finanzieller Mittel für den neuen Kulmbacher Campus erhalten hat.
Die Stadtplanung sieht große Veränderungen vor. Der neue Campus wird Kulmbach in vielerlei Hinsicht zugutekommen, und der Planungsauftrag stammt vom Wissenschaftsminister Blume. Allen Beteiligten ist klar, dass für eine positive Entwicklung eine Abkehr von überholten Strukturen nötig ist.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Stadtentwicklung ist das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das von 2021 bis 2023 fortgeschrieben wird. Wie auf umbaustadt.de dargelegt wird, sollen in diesem Rahmen 60 Maßnahmen entwickelt werden, die sich an sieben Leitbildern orientieren. Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung der Kernstadt Kulmbach voranzutreiben und dabei die historische Identität zu wahren.
Im Zuge dieser Entwicklungen sind auch Modernisierungen der Altstadt und die Schaffung kreativer Räume am Weißen Main geplant. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Kleinstbetriebe und den Einzelhandel zu unterstützen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu verbessern.
So zeigt sich in Kulmbach ein klares Bild: Während alte Strukturen abgerissen werden, entstehen neue Perspektiven und Potenziale. Es bleibt abzuwarten, wie sich die laufenden Projekte entwickeln und ob die Stadtbewohner:innen sie mit offenen Armen empfangen werden.