Hadti Dilling: Heimkehr in die Kunstwelt Bad Birnbach!
Bernhard "Hadti" Dilling, Rottaler Künstler, wird mit einer Ausstellung vom 1. bis 31. Dezember im Artrium Bad Birnbach geehrt.

Hadti Dilling: Heimkehr in die Kunstwelt Bad Birnbach!
Ein großer Künstler kehrt nach Bad Birnbach zurück: Das Artrium präsentiert vom 1. bis 31. Dezember eine Ausstellung namens „Gemeinsam-Einsam“, die das Werk des gebürtigen Pfarrkirchners Bernhard „Hadti“ Dilling ehrt. Dilling, der am 4. Mai 1932 geboren wurde und am 22. März 1994 verstarb, hat sich als Maler, Grafiker, Bildhauer und Bühnenbildner einen Namen gemacht. Seine beeindruckenden Arbeiten, die vielfältige Techniken wie Öl auf Leinwand, Siebdruck und Hinterglasmalerei umfassen, werden posthum durch die Initiative seines Neffen Peer Dilling sichtbar gemacht. Laut pnp.de lag sein künstlerisches Erbe lange Zeit unzugänglich in einer Scheune, was die bevorstehende Ausstellung besonders wertvoll macht.
Die öffentliche Vernissage der Ausstellung findet am 30. November statt und bietet die Möglichkeit, die meist größeren Ölgemälde Dillings zu entdecken. Der Künstler, der in den 1950er Jahren die Kunstschule in Augsburg besuchte und später an der Münchener Kunstakademie studierte, gilt als ein Perfektionist, der es verstand, düstere Themen wie die Technikfolgen auf kreative Weise zu thematisieren. Dabei schuf er auch bemerkenswerte öffentliche Werke, die den Landkreis Rottal-Inn zieren, darunter die Skulptur „Wind und Wellen“ am Rottauensee und die Bronzeskulptur „St. Ulrich“ in Lengham.
Ein Leben für die Kunst
Dilling war nicht nur als Maler aktiv, sondern arbeitete auch als Bühnenbildner an verschiedenen Theatern, darunter dem Stadttheater Basel und dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Dort kreatierte er Bühnenbilder für bedeutende Produktionen, wie die Oper „Tosca“ und Ballettaufführungen von „Schwanensee“. Diese Erfahrungen bereicherten sein künstlerisches Schaffen erheblich. Sein künstlerischer Werdegang ist im Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte gut dokumentiert, das bedeutende Entwicklungen der Kunst von der Antike bis zur Gegenwart behandelt und große Künstler unserer Zeit wie Dilling würdigt wikipedia.de.
Nach seiner Rückkehr nach Pfarrkirchen im Jahr 1969 und seiner späteren Wohnsitznahme in Kleinschnail lebte Dilling mit seiner verstorbenen Ehefrau Gerti, einer Fotografin, bis zu seinem Tod. Sein Erbe wird nun durch die Ausstellung sichtbar, die auch ein Schaufenster für seine verschiedenen Techniken und Motive bietet, und es ist nicht zu übersehen, wie wichtig es Peer Dilling ist, das künstlerische Erbe seines Onkels zu bewahren und zu fördern.
Kunst, die zum Nachdenken anregt
Die Kunst von Hadti Dilling ist nicht nur schön anzusehen; sie regt zum Nachdenken an. Seine oft düsteren Darstellungen thematisierten nicht nur persönliche Empfindungen, sondern auch gesellschaftliche Herausforderungen. Peer Dilling betont, dass ihr Onkel nie ein „Marketing-Genie“ war und darum viel von seiner Arbeit in der Versenkung verschwand. „Er wollte, dass seine Kunst interpretiert wird“, erklärt er, und genau das wird den Besucher:innen bei der bevorstehenden Ausstellung ermöglicht.
Mit so vielen facettenreichen Werken und einer fundierten Kombination aus persönlicher Geschichte und künstlerischem Talent verspricht diese Ausstellung, ein Highlight der lokalen Kulturszene zu werden. Die Öffnungszeiten des Artriums in Bad Birnbach, Kurallee 7, bieten die Chance, in die Welt von Bernhard Dilling einzutauchen und sein Vermächtnis hautnah zu erleben.