Heute ist der 20.04.2026, und in unserer Region, dem Rottal-Inn, beginnen spannende Zeiten für die Sicherheit unserer Stromversorgung. Die Bayernwerk Netz GmbH hat am Montag die Inspektion ihrer Hochspannungsleitungen in Nieder- und Oberbayern sowie Teilen der Oberpfalz gestartet. Ein Hubschrauber wird sich auf die Reise begeben, um den Zustand der Leitungen zwischen Cham, Regensburg, Passau, Landshut, Töging am Inn, Pleinting, Pocking und Eggenfelden zu überprüfen.
Die Flüge sind für die nächsten ein bis zwei Wochen angesetzt und finden täglich zwischen 8 und 18 Uhr statt. Dabei steuert der Pilot den Hubschrauber nah an die Hochspannungsleitungen heran, um die Masten, Isolatoren und Leiterseile auf Schäden oder Verschleiß zu beurteilen. Diese präzise Inspektion ist nicht nur wichtig, sondern auch notwendig, denn die Stromleitungen bleiben während der Befliegung in Betrieb.
Regelmäßige Sicherheitsüberprüfung
Die Bayernwerk Netz GmbH investiert über 100.000 Euro in die Sicherheitsprüfung der Leitungen mit dem Hubschrauber. In diesem Jahr werden insgesamt rund 1.200 Kilometer des Hochspannungsnetzes beflogen, das sich über beeindruckende 9.000 Kilometer erstreckt. Die Inspektionen finden in den Landkreisen Regensburg, Straubing-Bogen, Cham, Regen, Freyung-Grafenau, Deggendorf, Passau, Mühldorf am Inn, Rottal-Inn, Dingolfing-Landau, Landshut und Altötting statt. Flüge in Unterfranken wurden bereits in der Vorwoche abgeschlossen.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Inspektionen ist die Überprüfung des Bewuchses entlang der Trassen. Hier wird darauf geachtet, dass Bäume und Sträucher den notwendigen Mindestabstand zu den Leitungen einhalten. Diese regelmäßige Kontrolle erfolgt im festen Turnus, spätestens alle vier Jahre, und dient der frühzeitigen Erkennung von Schäden sowie der rechtzeitigen Planung von Wartungsarbeiten.
Flugrouten und Wetterabhängigkeit
Die Flugrouten und die Dauer der Kontrolle werden tagesaktuell und wetterabhängig geplant. Bei guten Sichtverhältnissen fliegt der Hubschrauber teilweise nur wenige Meter an den Hochspannungsleitungen heran. Nach etwa 2-3 Stunden Flugzeit erfolgt ein Tank-Stopp, bevor die Inspektion fortgesetzt wird. Diese präzise Vorgehensweise stellt sicher, dass alle Aspekte der Hochspannungsleitungen gründlich überprüft werden.
Die Tatsache, dass die Leitungen während der Inspektionen in Betrieb bleiben, zeigt, wie wichtig die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Stromversorgung ist. Die Bayernwerk Netz GmbH trägt mit ihren Inspektionen erheblich dazu bei, dass wir auch in Zukunft auf eine sichere Energieversorgung zählen können. In einer Zeit, in der die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien im Fokus stehen, ist die regelmäßige Wartung und Überprüfung der bestehenden Infrastruktur von größter Bedeutung.