Krise im Landkreis Starnberg: Gemeinden lehnen Wohnbauumlage ab!
Der Landkreis Starnberg steht vor finanziellen Herausforderungen: Gemeinden lehnen Wohnbauumlage ab, Zukunft des Verbands ungewiss.

Krise im Landkreis Starnberg: Gemeinden lehnen Wohnbauumlage ab!
Was tut sich im Landkreis Starnberg? In den kommenden Wochen wird der Verband Wohnen sein 75-jähriges Bestehen feiern. Doch die Freude über dieses Jubiläum wird durch eine ernste Lage getrübt. Der Verband, der rund 2.500 Sozial- und bezahlbare Wohnungen in der malerischen Umgebung des Fünfseenlandes besitzt und betreut, sieht sich aktuell massiven finanziellen Herausforderungen gegenüber. Viele Gemeinden im Landkreis haben die Wohnbauumlage für das Jahr 2026 abgelehnt, was zu Unsicherheiten bei der zukünftigen Finanzierung des Verbands führt. So berichtet Merkur, dass Innings Bürgermeister Walter Bleimaier die Umlage in Frage stellt, während andere Bürgermeister ein neues Finanzierungskonzept für den Verband fordern.
Diese finanzielle Engpasssituation hat zur Folge, dass nur drei Gemeinden im Landkreis ihren Haushalt ohne Rücklagen ausgleichen können. Der Verband hatte für 2026 eine Umlage von knapp zwei Millionen Euro eingeplant, um wichtige Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zu finanzieren. Da die Kommunen jedoch finanziell klamm sind, wird es laut Süddeutsche zunehmend schwierig, nachhaltige Lösungen zu finden. Der größte Anteil an der Umlage hätte mit rund 1,1 Millionen Euro vom Landkreis getragen werden müssen, doch der Rückhalt schwindet.
Baugrund und neue Strategien
Wie sieht es mit den Möglichkeiten aus, den Verband zukunftssicher zu gestalten? Der kommissarische Geschäftsführer Wolfgang Robl hat vorgeschlagen, eine neue Strategie zu entwickeln. Diese könnte den Bau frei finanzierter Wohnungen und die Inanspruchnahme von Förderungen für Grundstückskäufe beinhalten. Viele Gemeinden stellen dem Verband Baugrund gegen Erbpacht zur Verfügung, dabei sind die Kosten recht hoch, da 30% Förderung auf 70% Eigenkosten kommen. Umso wichtiger ist es, dass der Verband innovative Ansätze findet, um die Herausforderungen des Marktes zu meistern.
Der soziale Wohnungsbau hat in Deutschland eine lange Tradition, die nach dem Zweiten Weltkrieg begann. Zunächst war es ein zentrales Element des Wiederaufbaus, doch in den letzten Jahrzehnten wurde die Förderung immer wieder zurückgefahren. Das hat dazu geführt, dass jetzt ein akuter Mangel an bezahlbarem Wohnraum besteht. Die Notwendigkeit für eine Renaissance des sozialen Wohnungsbaus ist angesichts der aktuellen Krisensituation unübersehbar. Sozialer Wohnungsbau spielt eine zentrale Rolle bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und sollte nicht aus den Augen verloren werden.
In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen scheint klar, dass ein Umdenken nötig ist. Langfristig sind neue Finanzierungsmöglichkeiten und Konzepte gefragt, um das Ziel eines angemessenen und bezahlbaren Wohnraums für alle Bürger zu erreichen. Die Leute im Landkreis wissen: Da liegt was an, und es wird höchste Zeit, kreative Lösungen zu finden, um die Lebensqualität in dieser schönen Region zu sichern.