Marburg führt Gebühren für Kindergärten ein – So teuer wird's ab 2026!

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Marburg führt ab April 2026 Gebühren für Kindergärten ein, um Haushaltslöcher zu schließen. Details zur neuen Satzung hier.

Marburg führt ab April 2026 Gebühren für Kindergärten ein, um Haushaltslöcher zu schließen. Details zur neuen Satzung hier.
Marburg führt ab April 2026 Gebühren für Kindergärten ein, um Haushaltslöcher zu schließen. Details zur neuen Satzung hier.

Marburg führt Gebühren für Kindergärten ein – So teuer wird's ab 2026!

Die Stadt Marburg steht vor einer einschneidenden Veränderung in der Kinderbetreuung. Wie op-marburg.de berichtet, wird die bislang kostenlose Kindergartenbetreuung infolge erheblicher Haushaltslöcher zum 1. April 2026 abgeschafft. Die neu eingeführte Gebührensatzung sieht vor, dass für die Betreuung von 8 bis 16 Uhr eine Gebühr von 60 Euro pro Monat erhoben wird, während eine tägliche zehnstündige Betreuung mit 120 Euro zu Buche schlägt. Diese Maßnahme kommt nach Jahren, in denen die Stadt versucht hat, ihren Haushalt zu stabilisieren.

Bürgermeisterin Nadine Bernshausen (Grüne) und Kämmerer Dr. Thomas Spies (SPD) betonen die Dringlichkeit dieser Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Zahl der Kinder in Marburg. Derzeit sind knapp 2.400 Kinder in den Kindergärten und 600 in Krippen untergebracht. Um den Finanzierungsbedarf zu decken, erhob die Stadt ab der siebten Betreuungsstunde zusätzlich 30 Euro pro Stunde.

Erhöhung der Gebühren für Krippenplätze

Für Krippenplätze wird ebenfalls eine Gebührenerhöhung zum Jahreswechsel 2024 angekündigt. Die niedrigste Gebühr steigt von 95 auf 120 Euro, während die höchste Stufe von 175 auf 195 Euro klettert. Diese Anpassungen sind Teil eines Plans, die Gebühren bis 2028 auf bis zu 260 Euro zu erhöhen.

Zusätzlich werden auch die Gebühren für die Grundschulbetreuung um 20 Prozent erhöht, wobei die Ferienbetreuung auf 70 Euro pro Woche steigt. Die Stadt erwartet durch diese Gebührenerhöhungen jährlich Einnahmen zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro, ergänzt durch 350.000 Euro aus höheren Essensgeldern, wo jede Mittagsverpflegung mit 3,50 Euro berechnet wird.

Langfristige Perspektiven

Die Bürgermeisterin hat die Entwicklung der Gebühren als „noch sehr verträglich“ bezeichnet und bedauert die Notwendigkeit dieser Erhöhungen, hebt jedoch die Bedeutung frühkindlicher Bildung hervor. Das langfristige Ziel bleibt, die Kinderbetreuung in Marburg künftig finanziell so zu gestalten, dass sie kostengünstig oder gar kostenlos angeboten werden kann, sofern es die Finanzlage zulässt.

Besonders wichtig ist die Stadt die Förderung von Familienansiedlungen in Marburg, da die Kinderbetreuung als entscheidender Wirtschaftsfaktor gilt. Angesichts der staatlichen Finanzierungsanteile hofft die Stadt auf eine baldige Entspannung der Haushaltslage. Im Vorfeld dieser Maßnahmen wurde sogar die Idee einer sozialen Staffelung der Gebühren verworfen, wobei Härtefälle dennoch die Möglichkeit haben, Erstattungen zu beantragen.

Diese Entwicklungen im Bereich der Kinderbetreuung fallen in eine Zeit, in der die Stadt auch mit Herausforderungen wie dem Marburg-Virus konfrontiert ist. Laut WHO ist die Marburg-Virus-Krankheit eine schwerwiegende, oft tödliche Erkrankung. Die Übertragungswege und die hohe Sterberate von bis zu 88 % in vergangenen Ausbrüchen sind besorgniserregend, was die Notwendigkeit einer effektiven Gesundheits- und Hygienepolitik unterstreicht.

Ein weitsichtiger Blick auf die Entwicklung der Gebühren und die Gesundheitslage ist für die Stadt Marburg entscheidend, um sowohl die Lebensqualität der Bürger als auch die Sicherstellung einer soliden finanziellen Grundlage zu gewährleisten.