Heute ist der 19.04.2026, und die Uhus in Marburg sorgen erneut für Aufregung! Im Südturm der Elisabethkirche hat das Uhu-Weibchen, bekannt als „Lisbeth“, ein zweites Ei gelegt. Die Eiablage fand in der vergangenen Nacht statt und wurde von einem charakteristischen Geräusch, das die Beobachter als „Plong“ deuten, begleitet. Damit befinden sich nun zwei Eier im Nistkasten, was die Hoffnungen auf weiteren Nachwuchs steigen lässt.
Vor wenigen Tagen legte Lisbeth bereits ihr erstes Ei. In einem Livestream des Naturschutzbundes (Nabu) Marburg sind die beiden Eier im Nest gut sichtbar. Fachleute hatten zuvor die Erwartungen bezüglich eines weiteren Uhu-Nachwuchses als gering eingeschätzt. Doch die Überraschungen nehmen kein Ende, denn am Mittwochabend wurde das zweite Ei im Livestream präsentiert, und das Uhu-Paar, einschließlich eines weiteren Uhus, beobachtete es aufmerksam.
Die kleinen Küken und ihre Rettung
Im März schlüpften bereits drei Uhu-Küken, die von den Helfern gerettet wurden, als ihnen der Hungertod drohte. Diese Küken, liebevoll „Juhu 1“, „Juhu 2“ und „Juhu 3“ genannt, wurden in eine Wildvogel-Aufzuchtstation gebracht, wo sie sich prächtig entwickeln. Die Aufzuchtstation hat auch eine Uhu-Amme namens „Momo“, die sich rührend um die kleinen Vögel kümmert. Ihre Prägephase läuft bis zum kommenden Dienstag, wobei der Sichtkontakt zu Menschen minimiert wird. Die drei Küken sollen im September in die Freiheit entlassen werden.
Im Nistkasten wird auch ein männlicher Uhu gesichtet, dessen Identität noch ungewiss ist. Mal wird er „Hugo“ genannt, mal „Udo“. Paarungen zwischen Lisbeth und Udo wurden in den letzten Tagen an der Elisabethkirche beobachtet, was die Vermutung nährt, dass hier eine harmonische Partnerschaft besteht. Uhus legen normalerweise zwei bis vier Eier, in seltenen Fällen auch fünf. Die Brutdauer beträgt etwa 35 Tage, und bei positivem Verlauf könnten die neuen Küken Mitte Mai schlüpfen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Webcam, die seit Januar 2026 läuft, bietet den interessierten Zuschauern einen faszinierenden Einblick in das Leben der Uhus. Während die Natur ihren Lauf nimmt und Lisbeth weiterhin ihre Eier bebrütet, bleibt abzuwarten, wie viele Küken in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken werden. Es bleibt spannend, und die Uhu-Gemeinde in Marburg hat allen Grund, optimistisch zu sein.