Insolvenz bei FDBS: Braunschweiger Traditionsbetrieb kämpft ums Überleben!

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FDBS Fleischer-Dienst in Braunschweig meldet Insolvenz an, betroffen sind 100 Mitarbeiter. Gründe: Preisdruck und steigende Kosten.

FDBS Fleischer-Dienst in Braunschweig meldet Insolvenz an, betroffen sind 100 Mitarbeiter. Gründe: Preisdruck und steigende Kosten.
FDBS Fleischer-Dienst in Braunschweig meldet Insolvenz an, betroffen sind 100 Mitarbeiter. Gründe: Preisdruck und steigende Kosten.

Insolvenz bei FDBS: Braunschweiger Traditionsbetrieb kämpft ums Überleben!

Ein bedeutender Rückschlag für die Lebensmittelbranche in Niedersachsen: Die FDBS Fleischer-Dienst Braunschweig eG hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das seit über 100 Jahren Gastronomen, Fleischereien und Einzelhändler in der Region beliefert, sieht sich einer schwierigen Lage gegenüber. Laut News38 sind die Gründe für die Insolvenz vielfältig: Neben der Konsumzurückhaltung belasten vor allem steigende Material- und Energiekosten die wirtschaftlichen Grundlagen des Unternehmens.

Das Amtsgericht Braunschweig hat den Insolvenzantrag bereits bestätigt und Tobias Hartwig von der Kanzlei Schultze & Braun wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe wird es sein, die wirtschaftliche Lage zu prüfen und Sanierungsmöglichkeiten zu erarbeiten, um die FDBS neu aufzustellen.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Insgesamt sind rund 100 Mitarbeitende von der Insolvenz betroffen. Ihnen wurde jedoch versichert, dass ihre Löhne und Gehälter bis Ende des Jahres gesichert sind. Vorstand Sebastian Gerlach hat die Belegschaft entsprechend informiert und erklärt, dass die Lieferungen an die Kunden weiterhin uneingeschränkt laufen werden. Das Unternehmen beliefert über 15.000 Artikel, darunter Frischfleisch, Wurst, Käse, Obst und Gemüse.
Den Umsatz von über 30 Millionen Euro konnte FDBS lange Zeit stabil halten, jedoch führten die hohen Energiekosten und nicht gezahlte Rechnungen eines wichtigen Branchenpartners zu akuten Liquiditätsproblemen.

Wie Merkur berichtet, plant der Vorstand gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter, ein Sanierungskonzept zu entwickeln. Ziel ist es, nicht nur die wirtschaftliche Basis des Unternehmens wiederherzustellen, sondern auch die strukturellen Herausforderungen zu meistern. Dazu könnten Investitionen in den Bereichen Energieeinsparung und Eigenstromversorgung zählen, da FDBS bereits über eine Photovoltaik-Anlage und ein Blockheizkraftwerk verfügt.

Kontext und Ausblick

Mit rund 17.814 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2023, was einen leichten Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt, ist die Situation auch im Lebensmittelgroßhandel angespannt. Die Statista Zählung zeigt, dass Insolvenzverfahren ein wichtiges Thema in Deutschland sind und im Jahr 2024 geschätzte 320.000 Arbeitsplätze durch insolvente Unternehmen verloren gegangen sind. Dies macht deutlich, wie kritisch die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen ist und wie wichtig Lösungen zur Bewältigung der Krisen sind.

Die FDBS Fleischer-Dienst Braunschweig eG ist nicht alleine mit den Herausforderungen; viele Unternehmen im Dienstleistungssektor kämpfen mit ähnlichen Problemen. Das Insolvenzverfahren könnte für FDBS die Chance auf einen strukturierten Neustart bedeuten – falls die strategischen Maßnahmen rechtzeitig greifen und die Unterstützung der Belegschaft aufrechterhalten bleibt.