Camping ist im Kommen – und das zeigt sich deutlich an den Zahlen der letzten Jahre. 2025 verzeichnete Deutschland mit 44,7 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen einen neuen Rekord. Dies bedeutet einen Anstieg um 4,2 Prozent im Vergleich zu 2024, und sogar um 24,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Diese erfreuliche Entwicklung dokumentiert einen regelrechten Boom im Campingsektor, der sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt hat, wie HNA berichtet.

Schon jetzt ist jede elfte Übernachtung in Deutschland ein Aufenthalt auf einem Campingplatz. Die beliebtesten Regionen für Campingfreunde sind nach wie vor die Schleswig-holsteinische Ostsee mit 3,5 Millionen Übernachtungen und der Schwarzwald, der es auf 2,6 Millionen Übernachtungen brachte. Aber auch die niedersächsische Nordseeküste und das bayerische Allgäu sind heiß begehrt, wie Destatis ergänzt.

Wetter macht den Unterschied

Doch während die Zukunft strahlend aussieht, sorgt das Wetter für Unsicherheit in der aktuellen Saison. Die Campingplätze sind aufgrund des langen Winters oft noch zu nass, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Das zeigen auch die Situation am Freizeitsee bei Schönhagen, wo der Platz für freies Camping noch nicht bereit ist. Ralf und Susanne Schneider, die den Campingplatz seit 2012 führen, setzen sich dafür ein, die dazukommenden Kurzzeitcamper, darunter auch Gruppen von Schulen und Feuerwehren, willkommen zu heißen.

Die Hoffnung auf eine volle Campsaison hängt stark vom Wetter ab, während in den letzten Jahren ein spürbarer Trend zu verzeichnen ist: Langzeitcamper sind rar geworden, die Plätze sind vor allem für Dauercamper und Kurzzeitübernachtungen beliebt. So gibt es etwa den Campingplatz in Düderode, der nicht nur durch seine Nähe zum Waldschwimmbad überzeugt, sondern auch über mehr als 20 Dauercamper und zusätzliche Stellplätze verfügt.

Gestiegene Preise und neue Rekorde

Zurzeit müssen sich Campingfreunde jedoch auf gestiegene Preise einstellen. Seit 2020 sind die Kosten für Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen um 32,2 Prozent gestiegen, während die Gebühren für Campingplätze um 28,7 Prozent zulegten. Im gleichen Zeitraum kam es zu einem allgemeinen Preisanstieg von 26,9 Prozent bei Übernachtungen in sämtlichen Unterkunftsarten. Für viele vertreten die Campingplätze eine kostengünstige Urlaubsalternative, doch es bleibt abzuwarten, wie lange diese Preisinflation sich auf das Buchungsverhalten auswirkt. ZDF beobachtet hier aufmerksam die Entwicklung.

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Mit einem Blick auf die Gesamtzahlen zeigt sich, dass die Campingübernachtungen mittlerweile 9,0 Prozent der insgesamt 497,4 Millionen Gästeübernachtungen ausmachen. Bei so einer Vielzahl an Kategorien und Möglichkeiten weckt der Campingboom großes Interesse in der Bevölkerung. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wettergott den Campingsaison 2026 noch hold sein wird!