Alarmstufe Rot in Hürth: Verdacht auf Vogelgrippe – 500 Hühner getötet!

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Euskirchen meldet den ersten Verdacht auf Vogelgrippe bei einem Kranich. Hygienemaßnahmen und Sperrzonen sollen die Ausbreitung verhindern.

Euskirchen meldet den ersten Verdacht auf Vogelgrippe bei einem Kranich. Hygienemaßnahmen und Sperrzonen sollen die Ausbreitung verhindern.
Euskirchen meldet den ersten Verdacht auf Vogelgrippe bei einem Kranich. Hygienemaßnahmen und Sperrzonen sollen die Ausbreitung verhindern.

Alarmstufe Rot in Hürth: Verdacht auf Vogelgrippe – 500 Hühner getötet!

In Hürth, genauer gesagt am Gertrudenhof, gibt es derzeit ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Geflügel. Wie Radio Erft berichtet, sind vier tote Tiere – darunter zwei Gänse, eine Pute und ein Huhn – positiv auf die Vogelgrippe getestet worden. Um eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden, hat das Veterinäramt in einem präventiven Schritt rund 500 Hühner vom Hof entfernt.

Auf dem Gertrudenhof laufen nun Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, während die endgültigen Ergebnisse der Referenzprobe am Friedrich-Loeffler-Institut noch ausstehen. Die Situation führt auch dazu, dass der Rhein-Erft-Kreis eine vorläufige Sperrzone mit einem Radius von 10 Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet hat. Diese Sperrzone betrifft sowohl gewerbliche als auch private Geflügelhaltungen.

Vorsichtsmaßnahmen und Regelungen

Die Regeln in der Sperrzone sind streng und sollen die öffentliche Gesundheit schützen. So sind die Verbringung von Geflügel oder Vögeln sowie anderer Tiere aus oder in den Betrieb untersagt. Auch der Transport von Erzeugnissen oder Materialien, die mit Geflügel in Berührung kamen, ist nicht gestattet. Um einen Kontakt mit Wildtieren zu vermeiden, müssen Geflügelhalter ihre Tiere isoliert halten. Eine Tötung von Geflügel geschieht nur mit spezieller Genehmigung.

Insgesamt sind in der Sperrzone rund 200 Haltungen registriert, wobei einige Teile der Zone auch bis nach Köln reichen. Wichtig ist zu wissen, dass verendete Wildvögel nicht gemeldet werden müssen, es sei denn, es fällt eine größere Anzahl an. Kranke Wildvögel dürfen zudem nicht in Geflügelbetriebe oder Tierheime gebracht werden.

Überregionale Entwicklung

Die Vogelgrippe ist kein lokales Problem, sondern hat auch das Umland erreicht. So wurde erst kürzlich im Kreis Euskirchen der erste Fall bei einem toten Kranich nachgewiesen. Ein weiterer Kranich wird aktuell untersucht, und die Ergebnisse stehen noch aus. Die Geflügelhalter in Euskirchen sind ebenfalls aufgefordert worden, ihre Tiere im Stall zu lassen und verstärkte Hygienemaßnahmen zu ergreifen.

Ein Blick auf die bundesweite Situation zeigt, dass es auch in den vergangenen Monaten immer wieder Ausbrüche der HPAIV H5-Variante, der sogenannten Vogelgrippe, gegeben hat. Im Zeitraum von Januar bis November 2024 wurden insgesamt neun Ausbrüche bei Hausgeflügel festgestellt, einige davon in verschiedenen deutschen Bundesländern. Die Situation bleibt angespannt, und die Behörden arbeiten eng zusammen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern, insbesondere seit der Nachweis neuer Genotypen im letzten Jahr.

Die betroffenen Geflügelhalter sind gut beraten, die Vorschriften genau einzuhalten und aufmerksam zu sein. Es könnte sich als klug erweisen, sich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen zu informieren und die Tiere gut zu beobachten. Die Region steht vor einer Herausforderung, bei der Zusammenhalt und Kooperation gefragt sind.