Karima Saïdi: Ein Film über den Dialog zwischen Lebenden und Toten
Entdecken Sie den neuen Dokumentarfilm von Karima Saïdi, der den interkulturellen Dialog und die Migration in Brüssel thematisiert.

Karima Saïdi: Ein Film über den Dialog zwischen Lebenden und Toten
Die belgisch-marokkanische Regisseurin Karima Saïdi bringt mit ihrem neuesten Film „Ceux qui veillent“ die Geschichten von Migration und interkulturellem Dialog auf die Leinwand. Saïdi, die in Brüssel aufgewachsen ist, hat in ihrem Werk stets die intimen Verbindungen zwischen den Generationen von Einwanderern gewürdigt. Ihr Stilelement besteht darin, Migration durch die Linse von Anker und Verwurzelung zu betrachten, während sie die Vielfalt und die Herausforderungen der Vielfalt anpackt. „Heute ist der 3.01.2026“, wie die lokale Berichterstattung festhält, und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, sich mit diesen essentiellen Themen zu beschäftigen, die die Gesellschaft bewegen.
Saïdi hat sich nicht nur als Montierin und Drehbuchautorin einen Namen gemacht, sondern konzentriert sich mittlerweile auch auf Dokumentarfilme. In ihrem Werk „Dans la maison“ spielt sie eine Hommage an ihre Mutter Aïcha, und in ihrem neuen Film erforscht sie den Dialog zwischen Lebenden und Verstorbenen auf einem multikonfessionellen Friedhof in Brüssel. Dieser Friedhof ist ein berührendes Beispiel für respektvolles Zusammenleben und zeigt, wie Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen friedlich beigesetzt werden können.
Ein Ort des interkulturellen Dialogs
Der Frieden, der auf diesem Friedhof herrscht, wird in Saïdis Film lebendig. Hier sind Muslime, Juden, Orthodoxe und Katholiken in einer Atmosphäre des Respekts versammelt. Saïdi entdeckte diesen besonderen Ort, als ihre Mutter sie aufforderte, einen Platz für ihre eigene Beisetzung zu finden. „Ceux qui veillent“ thematisiert die lebendige Beziehung zwischen den Lebenden und den Toten sowie die Erinnerungskultur, die Rituale und Gedenken umschließt. Diese Ansätze sind nicht nur kreativ, sondern auch sozial relevant, da sie Fragen aufwerfen, wie Menschen in einer multikulturellen Gesellschaft zusammenleben können und dabei die Erinnerungen an ihre Wurzeln bewahren.
In den letzten Jahrzehnten haben sich europaweit zahlreiche Initiativen entwickelt, um die Erinnerungen an Migrationen sichtbar zu machen. Diese Projekte zielen darauf ab, die gesellschaftlichen Diskurse über Einwanderung und deren Folgen zu verändern. Ein offener und respektvoller Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen ist dabei von zentraler Bedeutung. Wie in zahlreichen Analysen zu erkennen ist, geht es nicht nur um Anerkennung, sondern auch um die Bekämpfung von Diskriminierung gegenüber Migranten und ihren Nachkommen. Dies wird durch interkulturellen Dialog gefördert, der essentielle Werte wie Freiheit, Respekt und Verständnis in den Mittelpunkt stellt.
Die Rolle der Erinnerungen
Besonders in Städten wie Marseille, die für ihre kulturelle Vielfalt bekannt sind, wird der Einfluss der Erinnerungen an Migration in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbar. Saïdi fordert dazu auf, jede Grabstätte in ihrem Film als Teil einer Geschichte der Immigration und des kulturellen Erbes zu betrachten. Ihre Nichte Mona, als dritte Generation, repräsentiert die kulturelle Mischung und steht für die Zukunft dieser Geschichten. Die Bedeutung interkultureller Interaktionen, wie sie als Prozess beschrieben werden, überwindet kulturelle Grenzen und fördert ein gemeinsames Verständnis, was in der heutigen globalen Landschaft mehr denn je gefragt ist.
Die Diskussion um den interkulturellen Dialog gewinnt zunehmend an Bedeutung, gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaften vor großen Herausforderungen stehen. Saïdi ermöglicht durch ihre Kunst, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit des gegenseitigen Austauschs zu schaffen und zeigt auf, wie Kultur und Zivilisation nicht als starre Konstrukte betrachtet werden sollten. In einem sich wandelnden Europa ist die Fähigkeit, einen echten Dialog zwischen Menschen zu führen, entscheidend für ein harmonisches Zusammenleben.
Wie Sie sehen, steht das Werken von Karima Saïdi im Zentrum dieser Herausforderungen und Chancen, die Migration und interkulturelle Interaktion mit sich bringen. „Ceux qui veillent“ ist nicht nur ein Film über den Tod, sondern vielmehr eine Feier des Lebens und der gemeinsamen Erinnerungen. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Film die Sichtweisen über Migration und kulturellen Austausch verändern wird.