Prozess in München: Massenanschlag auf Demo fordert zwei Leben!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Prozessbeginn wegen terroristischem Anschlag in München: Zwei Tote, 44 Verletzte. Angeklagter ist ein 25-jähriger Afghaner.

Prozessbeginn wegen terroristischem Anschlag in München: Zwei Tote, 44 Verletzte. Angeklagter ist ein 25-jähriger Afghaner.
Prozessbeginn wegen terroristischem Anschlag in München: Zwei Tote, 44 Verletzte. Angeklagter ist ein 25-jähriger Afghaner.

Prozess in München: Massenanschlag auf Demo fordert zwei Leben!

In München hat heute der Prozess um einen erschreckenden Anschlag auf eine Demonstration begonnen. Vor dem Oberlandesgericht München hockte der 25-jährige Afghane, der beschuldigt wird, mit seinem Kleinwagen am 13. Februar 2025 gezielt in eine Menschenmenge gedonnert zu sein. Dabei gab es zwei Todesopfer – eine Mutter und ihre zwei Jahre alte Tochter – und 44 weitere Verletzte, einige davon schwer. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zweifachen Mord sowie 44-fachen Mordversuch vor, offenbar motiviert von islamistischem Terrorismus. Radio Herford berichtet, dass …

Während der Verhandlung schützte der Angeklagte sein Gesicht hinter einer roten Mappe und hob seinen rechten Zeigefinger. Laut seiner eigenen Aussage – die er während seiner Vernehmung machte – war es seine Absicht, in die Teilnehmer des Demonstrationszuges der Gewerkschaft Verdi zu fahren, an dem etwa 1.400 Menschen teilnahmen. Auffällig ist, dass er nach seinem offensichtlich abscheulichen Akt den Ausruf „Allahu Akbar“ tätigte und anschließend zu beten begann.

Ein langer Weg zur Gerechtigkeit

Die Verhandlung war von einem holprigen Start geprägt und begann mit rund 45 Minuten Verspätung, verursacht durch die langen Schlangen an der Einlasskontrolle. Gerichtstermine sind bis weit in den Sommer angesetzt, und das Urteil könnte am 25. Juni fallen. Dies ist der erste große Prozess in Deutschland, der sich mit einem derartigen Anschlag auf Teilnehmer einer Gewerkschaftsdemonstration beschäftigt. Tagesschau informiert darüber, dass …

Ein weiterer schockierender Vorfall ereignete sich nicht lange zuvor, als am 6. September 2024 ein 18-jähriger Mann in der Maxvorstadt auf mehrere Polizisten schoss. Obwohl dieser Täter, Emra I., letztlich selbst verletzt und noch am Tatort verstarb, wirft der Vorfall Fragen auf, die in demselben Atemzug behandelt werden müssen. Er wurde als möglicher islamistischer Extremist identifiziert, jedoch gab es nach umfangreichen Ermittlungen keine Beweise für seine Radikalisierung.

Politische Reaktionen und Sicherheitsdiskussion

Die politischen Reaktionen auf beide Vorfälle sind klar. Der Bundeskanzler und die Außenministerin haben sich parteiübergreifend gegen Antisemitismus und Islamismus ausgesprochen. Die Israelitische Kultusgemeinde München zeigt sich alarmiert über das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angekündigt, die bestehenden Präventionskonzepte und Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen, um die Bürger besser zu schützen. Aktuell sehen die Behörden keine Notwendigkeit, die Sicherheitsmaßnahmen beim Oktoberfest zu verschärfen.

Für den Terrorismusforscher Peter Neumann ist die fehlende europäische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Extremismus ein großes Problem. Er fordert eine gemeinsame Gefährderdatei auf europäischer Ebene, um solche Anschläge in Zukunft zu verhindern. Die Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen und Prävention bleibt damit weiterhin aktuell, und die Taten werfen ein dunkles Licht auf die Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft.