Erster Fall von Geflügelpest bei Kranich im Hochsauerlandkreis!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Im Hochsauerlandkreis wurde bei einem Kranich Geflügelpest bestätigt. Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter empfohlen.

Im Hochsauerlandkreis wurde bei einem Kranich Geflügelpest bestätigt. Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter empfohlen.
Im Hochsauerlandkreis wurde bei einem Kranich Geflügelpest bestätigt. Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter empfohlen.

Erster Fall von Geflügelpest bei Kranich im Hochsauerlandkreis!

Im Hochsauerlandkreis machet die Meldung über einen bestätigten Fall von Geflügelpest bei einem Wildvogel derzeit die Runde. Ein toter Kranich wurde am 28. Oktober in Bestwig-Ostwig entdeckt und anschließend im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen getestet. Das niederschmetternde Ergebnis einer positiven Geflügelpest-Analyse kam am vergangenen Wochenende, den 8. und 9. November, vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) zurück. Sauerlandkurier berichtet, dass dies der erste bestätigte Fall im Landkreis ist, und die Besorgnis wächst.

Doch es bleibt nicht bei diesem einzigen Vorfall. Ein weiterer Verdachtsfall betrifft einen Bussard, der ebenfalls in der Nähe des Kranichs aufgefunden wurde. Erste Testergebnisse zeigen ebenso ein positives Ergebnis, wobei weitere Proben zur Endbestätigung an das FLI gesandt wurden. Die öffentliche Aufmerksamkeit für die Geflügelpest, auch bekannt als Aviäre Influenza, könnte nicht größer sein.

Aufruf zur Vorsicht

Das Kreisveterinäramt beobachtet die Situation genau und gibt den Geflügelhaltern, insbesondere in Bestwig, klare Empfehlungen. Es wird geraten, die Tiere vorsorglich in Ställe zu bringen und die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Bisher sind im Hochsauerlandkreis keine Restriktionszonen oder Stallpflichten vorgesehen, doch die Geflügelhalter sind aufgefordert, die folgenden Schutzmaßnahmen konsequent zu befolgen, um eine Ansteckung durch Wildvögel zu verhindern:

  • Schutzkleidung und separates Schuhwerk vor Betreten der Geflügelställe anlegen.
  • Desinfektionseinrichtungen für Schuhwerk an Stall-Eingängen installieren.
  • Vor dem Betreten der Ställe die Hände waschen und desinfizieren.
  • Das Geflügel nur an Orten füttern, die für Wildvögel unzugänglich sind.
  • Darauf verzichten, Geflügel mit Oberflächenwasser zu tränken, das von Wildvögeln genutzt werden kann.
  • Futter und Einstreu so lagern, dass sie für Wildvögel unzugänglich sind.

Diese Maßnahmen gelten sowohl für kommerzielle als auch für Hobby-Geflügelhaltungen und sind wichtig, um die Ansteckung mit dem hochansteckenden Virus zu vermeiden. Das Virus ist insbesondere für Hühner und Puten gefährlich und hat hohe Sterberaten zur Folge. Wasservögel hingegen erkranken seltener, können aber das Virus ausscheiden. Es ist ratsam, verendete Wildvögel dem Veterinäramt zu melden, eine Vorgehensweise, die nicht nur wichtig für die Gesundheit der Tiere ist, sondern auch zur Risikobeurteilung in der Region beiträgt Hochsauerlandkreis.

Überregionale Entwicklungen

Im weiteren Kontext ist es wichtig, die überregionalen Auswirkungen der Geflügelpest im Blick zu behalten. Derzeit ist die Situation in anderen Teilen Europas angespannt. Nachweisliche Fälle von Hochpathogener Aviärer Influenza begannen bereits Ende September in Kärnten und breiten sich seit Oktober in weiteren Bundesländern aus. Während Österreich 2025 bislang von Ausbrüchen verschont geblieben ist, gibt es in Deutschland und Italien seit Anfang Oktober zunehmend Meldungen über Geflügelpestausbrüche in großen Beständen Verbrauchergesundheit.

Die europaweite Lage macht deutlich, wie wichtig präventive Maßnahmen sind, um das heimische Geflügel vor dem Virus zu schützen. Eine erhöhte Wachsamkeit, speziell beim Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel, ist unerlässlich. Auch in Gebieten mit erhöhtem Risiko müssen die Biosicherheitsmaßnahmen strikt umgesetzt werden, um die heimischen Bestände zu schützen.