Vogelgrippe-Alarm im Märkischen Kreis: Bevölkerung wird zur Wachsamkeit aufgerufen!
Im Märkischen Kreis alarmiert das Veterinäramt wegen ansteigender Vogelgrippefälle. Wichtige Sicherheitshinweise für Geflügelhalter!

Vogelgrippe-Alarm im Märkischen Kreis: Bevölkerung wird zur Wachsamkeit aufgerufen!
In Deutschland macht die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) derzeit von sich reden und breitet sich stark aus. Besonders alarmierend ist die Situation in Nordrhein-Westfalen, wo sowohl Wildvögel als auch Hausgeflügelbestände positiv getestet wurden. Das Veterinäramt des Märkischen Kreises hat die Bevölkerung und insbesondere die Geflügelhalter um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Es gab zwar noch keinen bestätigten Fall der hochansteckenden Geflügelpest im Märkischen Kreis, doch die Gefahr eines „Eintrags“ durch Zugvögel ist nicht zu unterschätzen. Das lokaldirekt.de berichtet, dass Biosicherheitsmaßnahmen unerlässlich sind, um die Tiere zu schützen.
Wie genau sollen Geflügelhalter auf die Situation reagieren? Ganz einfach: Überall dort, wo Geflügel gehalten wird, sei es im großen Betrieb oder im Hobbybereich, müssen diese dem Veterinäramt sowie der Tierseuchenkasse in Nordrhein-Westfalen Gemeldungen machen. Das Veterinäramt empfiehlt, Geflügel nur an Orten zu füttern, die für Wildvögel unzugänglich sind, und Oberflächenwasser nicht als Tränkwasser zu verwenden. Weiters dürfen Futter, Einstreu und Arbeitsgeräte nicht mit Wildvögeln in Kontakt kommen. Bei ungewöhnlichen Tierverlusten oder Krankheitsanzeichen ist es wichtig, sofort einen Tierarzt zu Rate zu ziehen.
Wichtige Hinweise für die Bevölkerung
Das Veterinäramt ruft zudem die Bevölkerung dazu auf, verendete Wildvögel, insbesondere Wasservögel oder Greifvögel, zu melden. Wenn jemand solch ein Tier findet, sollte dieses nicht berührt oder bewegt werden, sondern der Kontakt zum Veterinäramt aufgenommen werden. Die Kontaktdaten sind: Telefon 02351 -966 6551 (Lüdenscheid) oder 02351 -966 8730 (Iserlohn), sowie per E-Mail unter [email protected].
Aktuell stuft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko eines Auftretens der Geflügelpest bundesweit als „hoch“ ein. Im laufenden Herbst wurden in Nordrhein-Westfalen bereits mehrere Ausbrüche unter Wildgänsen in Essen und Duisburg sowie einem Kranich im Kreis Soest festgestellt. Auch Betriebe wie etwa ein Legehennen-Betrieb im Kreis Paderborn und ein Putenbestand im Kreis Kleve haben unter dieser Situation zu leiden.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Die Ausbreitung des Virus HPAIV (H5N1) hat auch dramatische Folgen für die Landwirtschaft. In Baden-Württemberg wurden bereits 15.000 Tiere in einem Geflügelbetrieb gekeult. Zudem sind in diesem Jahr über 200.000 Nutztiere in Deutschland aufgrund der Vogelgrippe getötet worden. Insgesamt sind laut aktuellen Schätzungen etwa 2.000 Kraniche an der Geflügelpest gestorben, was die Schwere der Lage verdeutlicht. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat daher verstärkte Schutzmaßnahmen gefordert und die EU um eine Erhöhung der Entschädigungsgrenze für gekeulte Tiere von 50 Euro auf bis zu 110 Euro gebeten, um die Landwirte zu unterstützen.
Die Vogelgrippe ist in Deutschland ganzjährig verbreitet, erreicht jedoch im Herbst mit dem Vogelzug ein neues Ausmaß. Für die menschliche Gesundheit besteht jedoch momentan kein erhöhtes Risiko, wenn man den Kontakt zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln meidet. Eine saisonale Grippeimpfung wird jedoch besonders für Personen mit häufigem Kontakt zu Geflügel empfohlen.
Ein durchgegarte Geflügelprodukte bleibt unbedenklich, da das Virus hitzeempfindlich ist. Der Appell an alle, die in der Landwirtschaft oder in der Nähe von Wildvögeln aktiv sind, lautet: Hygiene und Wachsamkeit sind das A und O, um die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen.