Starkregen in Erkrath: Seminar zur Vorsorge am 26. November!
Online-Seminar am 26.11.2025 zum Schutz vor Starkregen in Mettmann. Experten erläutern Maßnahmen zur Vorbereitung und Sicherheit.

Starkregen in Erkrath: Seminar zur Vorsorge am 26. November!
Die Starkregen-Situation in Erkrath zeigt eindrucksvoll, wie der Klimawandel das Wettergeschehen beeinflusst. Heftige Regenfälle sind mittlerweile keine Seltenheit mehr – sie gehen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen einher, was die Frage der Vorbereitung von Kommunen und Bürgerschaft auf diese Naturgewalten umso dringlicher macht. Um die Bevölkerung zu sensibilisieren und aufzuklären, organisiert die Stabsstelle Klimaschutz des Kreises Mettmann ein Online-Seminar zum Thema „Schutz vor den Folgen von Starkregen“. Das Seminar findet am 26. November um 17 Uhr statt und wird von Manuela Lierow, einer Starkregenexpertin der Verbraucherzentrale NRW, geleitet. Für Interessierte sind die Zugangsdaten und weitere Informationen unter www.kreis-mettmann.de (Suchwort: Starkregen) zu finden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Starkregen-Leitfaden des Kreises kann ebenfalls auf der Website heruntergeladen oder in gedruckter Form bei den kreisangehörigen Städten abgeholt werden.
Doch was steckt hinter diesen beunruhigenden Wetterphänomenen? Ein neuer Bericht der Arbeitsgruppe I des Weltklimarats (IPCC), veröffentlicht im August 2021, deckt die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels auf. Darunter die besorgniserregende Erkenntnis, dass die Oberflächentemperatur der Erde so schnell steigt wie nie zuvor in den letzten 2000 Jahren. Die menschlichen Aktivitäten sind dabei die Hauptursache für den Klimawandel. Diese Veränderungen führen zu einer ungebremsten Zunahme an Extremwetterereignissen, dies zeigt sich nicht nur in Erkrath, sondern auch in verheerenden Hochwasserkatastrophen in Deutschland, bei denen über 180 Menschen ihr Leben verloren haben. WWF berichtet, dass solche Wetterereignisse in Westdeutschland, bei denen über 90 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, in Zukunft jährlich auftreten könnten.
Die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen
Angesichts dieser alarmierenden Entwicklungen wird deutlich, dass effektive Maßnahmen zum Hochwasserschutz gefordert sind. Dazu gehört nicht nur die rechtzeitige Information der Bevölkerung, sondern auch langfristige Strategien, wie die Rückgewinnung natürlicher Überflutungsflächen und die Verbesserung der Versickerungsfähigkeit der Böden. Diese ökologischen Lösungen sind von großer Bedeutung, insbesondere um der steigenden Häufigkeit von Starkregenereignissen entgegenzuwirken.
Wie eine Studie der „World Weather Attribution“-Initiative (WWA) zeigt, haben sich Starkregenfälle in Westeuropa durch den Klimawandel um das 1,2 bis 9-fache erhöht. Experten sind sich einig, dass diese Trends nicht nur lokal beobachtet werden müssen, sondern auch internationale Maßnahmen gegen die Klimakrise notwendig sind. Ein Fokus auf Klima- und Umweltschutz, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie ein schnellerer Ausstieg aus fossilen Energien erscheinen dringlicher denn je.
In diesem Kontext wird die Rolle der Kommunen absolut entscheidend. Es ist an der Zeit, dass Städte wie Erkrath gut vorbereitet sind, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Der bevorstehende Starkregen-Leitfaden und das anstehende Seminar sind erste Schritte in Richtung eines umfassenden Schutzes vor den Folgen steigender Regenmengen und Extremwetterereignissen. Die Notwendigkeit zum Handeln ist klar: Um die Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, sind alle Akteure gefordert, sich verstärkt für das Klima einzusetzen.