Die Verkehrswende ist in vollem Gange und ein bedeutendes Projekt in diesem Zusammenhang ist der Bau des neuen „NEW e-motion hub“ auf dem Gelände der ehemaligen Niederrheinkaserne in Viersen. Die NEW hat das Militärgelände vom Bund gekauft und plant hier bis 2030 einen gemeinsamen Busbetriebshof für NEW mobil und aktiv Viersen sowie NEW mobil und aktiv Mönchengladbach zu errichten. Bürgermeister Christoph Hopp hat dieses Vorhaben als starkes Gemeinschaftsprojekt für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bezeichnet.
Der neue Busbetriebshof wird Platz für rund 260 Elektrobusse bieten und die gesamte Busflotte soll auf elektrischen Antrieb umgestellt werden. Die geplanten Kosten für dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf etwa 284,6 Millionen Euro, wobei ein großer Teil der Finanzierung durch Fördermittel gedeckt werden soll. NEW-Vorstand Thomas Bley sieht in diesem Vorhaben ein Zeichen für die Mobilitätswende und ein Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in den Städten Viersen und Mönchengladbach.
Digitalisierte Infrastruktur für die Zukunft
Der „NEW e-motion hub“ wird nicht nur ein Busbetriebshof sein, sondern auch eine digitale, emissionsfreie und interkommunale Infrastruktur für die beiden Verkehrsunternehmen bieten. Der Standort an der Stadtgrenze von Mönchengladbach und Viersen wird durch seine optimale Verkehrsanbindung und das Entwicklungspotenzial eine wichtige Rolle spielen. Die Projektlaufzeit ist auf fünf Jahre angelegt, wobei im Jahr 2026 zunächst vorbereitende und planerische Aufgaben, einschließlich der Beantragung von Fördermitteln, im Fokus stehen werden. Der Abriss der bestehenden Gebäude soll im vierten Quartal 2026 beginnen, gefolgt von den Bauarbeiten, die für 2028 geplant sind.
Die Stadt Mönchengladbach hat bereits die vorhabenbezogene Bauleitplanung eingeleitet, und ein erster Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 812/N wird am 10. Februar im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung vorgestellt. Diese umfassende Planung zeigt, dass das Projekt ernst genommen wird und die Weichen für eine zukunftsorientierte Mobilität gestellt werden.
Förderung der Mobilität im ÖPNV
Im Rahmen des Projekts wird auch das Förderprogramm „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ berücksichtigt, das Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehrsbereich unterstützt. Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, ein attraktiveres Angebot im öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen. Dazu zählen integrierte Betrachtungen des ÖPNV, die Abstimmung und Vernetzung unterschiedlicher Angebote sowie die Schaffung von Mobilitätsstationen und die Einführung flexibler On-Demand-Verkehre.
Ein erster Förderaufruf hat bereits 12 Projekte mit insgesamt rund 200 Millionen Euro bis Ende 2024 unterstützt, was zeigt, dass die Bundesregierung bereit ist, in die Zukunft der Mobilität zu investieren. Der zweite Förderaufruf, der Anfang 2023 stattfand, hat weitere 7 Projekte mit einem Schwerpunkt auf ländlichen Räumen ins Leben gerufen, was die Bedeutung des ÖPNV für alle Regionen unterstreicht.
Der „NEW e-motion hub“ in Viersen ist somit nicht nur ein Schritt in Richtung elektrifizierter Busverkehr, sondern auch ein Zeichen für die umfassende Mobilitätswende in der Region. Dieses Projekt wird die Art und Weise, wie Menschen in den Städten Viersen und Mönchengladbach mobil sind, nachhaltig verändern und zur Verbesserung der Luftqualität sowie zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele beitragen.
Für weitere Informationen zu den Projekten und Förderrichtlinien können Interessierte die Webseite des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr besuchen: BMV.