Achtung: Ausstellung zu Femiziden in Germersheim zeigt brutale Wahrheit!

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Vom 25. November bis 31. Dezember 2025 zeigt Germersheim die Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen.

Vom 25. November bis 31. Dezember 2025 zeigt Germersheim die Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen.
Vom 25. November bis 31. Dezember 2025 zeigt Germersheim die Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen.

Achtung: Ausstellung zu Femiziden in Germersheim zeigt brutale Wahrheit!

In Germersheim findet im Rahmen einer eindrucksvollen Ausstellung ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Femizide statt. Unter dem Titel „Man(n) tötet nicht aus Liebe – Femizide in Deutschland“ wird dieser Thematik vom 25. November bis 31. Dezember 2025 im Weißenburger Tor gehuldigt. Mit der Eröffnung am 25. November, dem internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und ihren Kindern, wird die Ausstellung einen zentralen Fokus auf das weitverbreitete Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt legen.

Diese alarmierenden Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Deutschland wird alle zwei Tage eine Frau getötet. Im Jahr 2023 registrierte das Bundeskriminalamt einen Anstieg von frauenfeindlichen Straftaten um 56,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Femiziden gab es 360 Opfer und insgesamt fielen 909 versuchte oder vollendete Femizide in den dunklen Schatten der Gesellschaft, was die Notwendigkeit solcher Ausstellungen nur noch unterstreicht. Wie die bpb aufzeigt, sind geschlechtsspezifische Gewalt und Frauenhass ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem.

Ein interaktives Erlebnis

Die Ausstellung selbst ist nicht nur eine Dokumentation der seit 2025 bekannt gewordenen Femizide, sondern bietet auch zahlreiche zusätzliche Materialien wie Infobroschüren und Informationen zu Hilfsangeboten. Besonderes Augenmerk wird auf die künstlerische Sichtweise von Susanne Wadle gelegt, die durch visuelle und emotionale Beiträge das Thema erfahrbar macht. Interaktive Elemente, darunter ein Gästebuch und eine Postkartenaktion, laden die Besucher:innen ein, aktiv zu werden und ihre Gedanken zu teilen. Für Schulen gibt es die Möglichkeit, an einer partizipativen Aktion teilzunehmen, was den Bildungsauftrag der Ausstellung unterstreicht.

Ein weiteres Highlight der Eröffnung ist die Performance von Wadle, die um 14:30 Uhr beginnt. Zuvor wird um 14 Uhr die Ausstellung offiziell durch Lisa-Marie Trog, die Gleichstellungsbeauftragte, und Christoph Buttweiler, den Ersten Kreisbeigeordneten, eröffnet. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr sowie Freitag von 10 bis 13 Uhr – an Wochenenden und Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

Die Verantwortung geht uns alle an

Die Herausforderungen für Frauen in Deutschland sind vielfältig. Diverse Studien und Berichte zeigen eindeutig, dass geschlechtsspezifische Gewalt Frauen unabhängig von Herkunft, finanzieller Situation, Bildungsgrad oder Gesundheitszustand betrifft. Besonders alarmierend ist der Mangel an Schutzplätzen in Frauenhäusern, die laut aktuellen Zahlen oft überbelegt sind. Hier sind gezielte Maßnahmen gefragt, um Barrieren im Hilfesystem abzubauen und den Zugang zu Hilfsangeboten zu verbessern.

Die Ausstellung in Germersheim will nicht nur informieren, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, die Stimmen der Betroffenen hörbar zu machen. Die Gleichstellungsstelle ist vor Ort und bietet mittwochs und freitags von 10 bis 11 Uhr Unterstützung an. Interessierte können sich unter der E-Mailadresse gleichstellungsbeauftragte@kreis-germersheim.de oder telefonisch unter 07274/531109 informieren.

In einer Zeit, in der Frauenfeindlichkeit und Gewalt zunimmt, ist es von höchster Wichtigkeit, diese Themen laut anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu finden. Die Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ ist ein Schritt in die richtige Richtung, um auf das dramatische Ausmaß der Femizide in Deutschland aufmerksam zu machen.