Kritik an neuen Hebammen-Regelungen: Frauenunion schlägt Alarm!
Frauenunion Ludwigshafen kritisiert neue Hebammenregelungen, die ab 1. November 2025 gelten, und warnen vor negativen Folgen.

Kritik an neuen Hebammen-Regelungen: Frauenunion schlägt Alarm!
In den letzten Tagen ist die Diskussion um die Neuregelungen für Hebammen in Rheinland-Pfalz neu entflammt. Die Frauenunion der CDU Ludwigshafen hat scharfe Kritik an den seit dem 1. November 2025 geltenden Änderungen geübt. Laut der Kreisvorsitzenden Kirsten Pehlke seien die neuen Regelungen nicht zielführend und könnten fatale Auswirkungen auf die Hebammen und werdenden Mütter haben. Besonders die durch viele Klinikschließungen eingeschränkte Verfügbarkeit von Geburtshilfe in der Region trägt zur Unruhe bei.
In Rheinland-Pfalz haben zahlreiche Geburtshilfekliniken ihre Türen geschlossen, was die Situation für Schwangere zunehmend schwieriger macht. Die Neuregelungen des Hebammenhilfevertrags sehen vor, dass Beleghebammen nur noch 80 % der üblichen Vergütung für ihre betreuten Frauen erhalten. Diese Änderungen sind nicht nur ökonomisch bedenklich, sondern könnten auch zu einer hohen Kündigungswelle unter freiberuflichen Hebammen in den Geburtskliniken führen. Der Hebammenverband befürchtet weitreichende Konsequenzen, die nicht nur die Hebammen selbst, sondern auch die Mütter stark betreffen werden.Die Rheinpfalz berichtet, dass …
Die Herausforderungen der Beleghebammen
Beleghebammen spielen eine entscheidende Rolle in der Geburtshilfe. Aktuell begleiten sie in Deutschland mehr als 20 % der Geburten, wobei in einigen Bundesländern wie Bayern sogar bis zu 80 % der Geburten von Beleghebammen betreut werden. Diese Hebammen leisten eine wichtige Arbeit, indem sie während der Geburt im Krankenhaus eng mit einem Team zusammenarbeiten und damit eine rund um die Uhr verfügbare Betreuung sicherstellen. In ihrer bisherigen Form konnten Beleghebammen ihre Leistungen zu 100 % abrechnen, was nun durch die Neuregelungen stark eingeschränkt wird. Der Hebammenverband beschreibt, dass …
Mit dem neuen Hebammenhilfevertrag, der auch für die Beleghebammen gilt, wird die Vergütung für die Eins-zu-eins-Betreuung stark beschnitten. Der Zuschlag, der für eine individuelle Betreuung gezahlt wird, greift nur, wenn diese in einem sehr engen Zeitrahmen um die Geburt stattfindet. Kommt es zu einer Betreuung mehrerer Frauen gleichzeitig, erhalten die Hebammen nur einen Bruchteil der Vergütung, was eine erneute Herabsetzung ihrer Arbeitsbedingungen darstellt. Ähnliche Entwicklungen gab es bereits 2018, und die aktuellen Anpassungen wirken wie ein Rückschritt.
Was denken die Betroffenen?
Die Frauenunion hat die Anliegen der Hebammen aufgegriffen und unterstützt deren Forderungen nach Nachverhandlungen, einer angemessenen Bezahlung und einer Verringerung der Bürokratie. Es steht viel auf dem Spiel, denn ohne geeignete Motivation und faire Vergütung werden viele Hebammen ihren Beruf möglicherweise aufgeben müssen, was die Geburtshilfe in der Region weiter unter Druck setzen würde. Werdende Mütter sehen sich bereits jetzt mit unsicheren Bedingungen konfrontiert, und die Sorge um die Verfügbarkeit von Hebammen könnte ihr Wohlbefinden während der Schwangerschaft und Geburt belasten.
Die Entwicklungen rund um die Neuregelungen für Hebammen zeigen einmal mehr, wie wichtig eine nachhaltige und gerechte Regelung in der Geburtshilfe ist. Hebammen sind nicht nur wichtige Begleiterinnen während der Schwangerschaft und Geburt, sondern auch unverzichtbar für das Wohl der Mütter und Neugeborenen. Bleibt zu hoffen, dass die Stimmen der Betroffenen Gehör finden und positive Veränderungen herbeigeführt werden.