Ältere Arbeitnehmer: Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels!

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Der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland präsentiert am 17. Juni 2025 eine Broschüre zur Integration älterer Beschäftigter in den Arbeitsmarkt.

Der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland präsentiert am 17. Juni 2025 eine Broschüre zur Integration älterer Beschäftigter in den Arbeitsmarkt.
Der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland präsentiert am 17. Juni 2025 eine Broschüre zur Integration älterer Beschäftigter in den Arbeitsmarkt.

Ältere Arbeitnehmer: Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels!

Am 17. Juni 2025 stellte der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland auf einer Pressekonferenz die neue Broschüre „Wertvolle Ressourcen – Ältere im Arbeitsleben“ vor. In Anbetracht des Fachkräfteengpasses wird hier die Bedeutung älterer Beschäftigter im zweiten Lebensabschnitt hervorgehoben. Laut Rheinland-Pfalz-Saarland DGB erhalten fast zwei Drittel der über 55-Jährigen, die Angehörige pflegen, nur geringe oder gar keine Unterstützung von ihren Arbeitgebern. Dies stellt nicht nur eine Herausforderung für die individuellen Betroffenen dar, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte Belegschaft.

Die Mehrheit der pflegenden Angehörigen sind Frauen, und über ein Drittel der über 55-Jährigen arbeitet mittlerweile nur noch in Teilzeit. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Aussagen wider, dass 44 Prozent der Beschäftigten in Rheinland-Pfalz in ihren Betrieben keine oder nur geringe Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen können. Über die Hälfte der älteren Angestellten gibt an, dass betriebliche Belastungen und das Fehlen von Angeboten sie in ihrer Weiterbildung hindern.

Die Herausforderungen des demografischen Wandels

Die Altersstruktur der Belegschaft in Deutschland verändert sich durch den demografischen Wandel signifikant. Wie Bildungsspiegel anmerkt, erreicht die Babyboomer-Generation das Rentenalter, was den Fachkräftemangel weiter verschärft. Der Mikrozensus 2023 zeigt, dass bereits 44 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrer*innen mindestens 55 Jahre alt sind, und auch Branchen wie Verkehr, Bau und Gesundheitswesen sind stark betroffen.

In der Broschüre erklärt Susanne Wingertszahn, die Vorsitzende des DGB RLP/SL, die Notwendigkeit, ältere Beschäftigte in die Digitalisierungsprozesse aktiv einzubeziehen. Die Herausforderungen der Transformation der Wirtschaft sowie die Notwendigkeit, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, um die Vereinbarkeit von Job und Jammer in der häuslichen Pflege zu unterstützen, werden als dringend erachtet. Dabei wird auch auf den hohen Anteil älterer Beschäftigter in kritischen Berufen verwiesen, etwa im Güterverkehr und der Altenpflege, wo fast ein Drittel der Angestellten 55 Jahre oder älter sind.

Weiterbildung und Gesundheitsförderung

Laut BW Pat liegt der Schlüssel zur Bewältigung der Situation in investivem Handeln. Notwendig sind nicht nur attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten, sondern auch ältere Arbeitskräfte, die besser in ihre Unternehmen integriert werden können. Der Gedanke, dass ältere Beschäftigte eine wertvolle Ressource sind, ist im Zuge der alternden Belegschaften mehr denn je gefragt. Oft scheitern diese Initiativen jedoch an stereotyper Betrachtung und Diskriminierung, die es zu überwinden gilt.

Wingertszahn fordert, gezielte Präventions- und Reha-Maßnahmen sollten bereits frühzeitig greifen, um den älteren Beschäftigten mehr Unterstützung zu bieten. Zudem ist die Entwicklung alternsgerechter Arbeitszeitmodelle unabdingbar, um die Situation für alle Beschäftigten zu verbessern, während die Digitalisierung voranschreitet.

Zusammenfassend zeigt die Präsentation der Broschüre, dass die Integration älterer Arbeitnehmer nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ist. Dabei geht es um mehr als nur um den Erhalt von Arbeitskräften; es ist eine Frage der werbenden Zukunft der Arbeitswelt. Der Einsatz älterer Mitarbeiter könnte helfen, den Fachkräftemangel nachhaltig zu mildern und gleichzeitig für alle Beteiligten von Vorteil zu sein.