Husum schlägt Alarm: Eschenfällungen wegen tödlichem Pilz!

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In Husum werden aufgrund des Eschentriebsterbens zahlreiche kranke Eschen gefällt, um Gefahren von umfallenden Bäumen zu vermeiden.

In Husum werden aufgrund des Eschentriebsterbens zahlreiche kranke Eschen gefällt, um Gefahren von umfallenden Bäumen zu vermeiden.
In Husum werden aufgrund des Eschentriebsterbens zahlreiche kranke Eschen gefällt, um Gefahren von umfallenden Bäumen zu vermeiden.

Husum schlägt Alarm: Eschenfällungen wegen tödlichem Pilz!

In Husum ist das Fällkommando im vollen Gange: Hier werden kranke Eschen gefällt, die vom gefürchteten Eschentriebsterben betroffen sind. Der Leiter des Bauhofs Husum, Martin Boecker, warnt, dass die kranken Bäume eine Gefahr darstellen könnten – besonders auf Radwanderwegen, wo sie unmittelbar auf Passanten fallen könnten. Erst vor drei Wochen gesellte sich eine Esche ohne jegliche Vorwarnung in einen Privatgarten. Solche Vorfälle sind alarmierend und mahnen zur Eile.

Das Eschentriebsterben, verursacht durch den invasiven Pilz Hymenoscyphus fraxineus, ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Dieser Pilz, der seinen Ursprung im ostasiatischen Raum hat, blockiert die Nährstoffbahnen der Esche und führt so zu einem langsamen Absterben der Bäume. In den letzten Jahren ist der Eschenbestand in Deutschland alarmierend um rund 20 Prozent zurückgegangen.

Die Bedeutung der Esche

Eschen sind nicht nur ein schöner Teil der heimischen Natur, sondern auch wichtig für die Biodiversität und den Möbelbau. In Schleswig-Holstein machen sie etwa drei Prozent des gesamten Baumbestandes aus. Trotz der Bedrohung gibt es Hoffnung: Rund vier Prozent der Eschen zeigen keine Anzeichen der Krankheit und weisen Resistenzeigenschaften gegen den Pilz auf. Forscher vermuten, dass die genetische Ausstattung und das Mykobiom der Bäume zur Resistenz beitragen könnten.

In Husum stehen in diesem Jahr noch 20 weitere Eschen auf der Fällliste. Dies ist notwendig, um Gefahren für Feiernde und Schüler gleichermaßen zu vermeiden. Es ist eine Herausforderung, die mittlerweile viele Regionen in Deutschland betrifft, wie die Berichte von NDR eindrücklich verdeutlichen.

Hintergründe und Forschung

Wie kommt es eigentlich zu der raschen Verbreitung dieses tödlichen Pilzes? Wissenschaftler haben die phänotypischen Interaktionen zwischen Baumarten und invasiven Waldpathogenen untersucht. Globalisierung und Klimawandel spielen hierbei eine nicht zu unterschätzende Rolle, wie die Forschungen von Stenlid und Oliva (2016) zeigen. Auch in der Vergangenheit wurde intensiv analysiert, wie invasive Arten sich ausbreiten und welche Folgen das für die heimischen Ökosysteme hat, wie verschiedene Studien in der Nature belegen.

Mit dem fortschreitenden Klimawandel wird es für die Forstwirtschaft immer wichtiger, resilientere Baumarten zu fördern und die Integrität der Wälder zu bewahren. Die Herausforderungen sind groß und verlangen schnelles Handeln – nicht nur von lokalen Ämtern, sondern von allen, die mit Natur und Umwelt verbunden sind.