Einst wunderbare Zeiten: Deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren!

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Die deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren. Experten warnen vor sinkenden Exporten und einer schwachen Arbeitsmarktlage.

Die deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren. Experten warnen vor sinkenden Exporten und einer schwachen Arbeitsmarktlage.
Die deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren. Experten warnen vor sinkenden Exporten und einer schwachen Arbeitsmarktlage.

Einst wunderbare Zeiten: Deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren!

Was läuft da in der deutschen Wirtschaft? Laut Informationen der taz hat die Wirtschaft im Sommer stagniert. Diese Entwicklung ist für viele ein herber Rückschlag, denn seit sechs Jahren zeigt die Wirtschaft keine Wachstumszeichen mehr. Bereits im Frühjahr 2023 musste ein Rückgang um 0,3 Prozent hingenommen werden, und dieser Trend setzt sich fort.

Im August sank zudem der Wert der Exporte um 0,7 Prozent, was die anhaltende Schwäche der exportorientierten deutschen Wirtschaft unterstreicht. Die Arbeitslosenzahlen haben sich zwar leicht verringert – um 44.000 auf insgesamt 2,911 Millionen – doch sind auch dies keine Grund zur Freude. Andrea Nahles, die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, warnt vor der schwachen Beschäftigungsentwicklung und der mauen Nachfrage nach neuen Mitarbeitern.

Die Herausforderungen für die Industrie

In der Autobranche machen sich die Probleme besonders stark bemerkbar. Die gleichbleibend hohe Konkurrenz durch China sowie die teils unberechenbare US-Handelspolitik setzen die deutsche Exportindustrie enorm unter Druck. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hebt hervor, dass insbesondere die Automobilindustrie von diesen Herausforderungen betroffen ist. Im Jahr 2022 waren Kraftfahrzeuge und -teile mit einem Wert von 264 Milliarden Euro Deutschlands wichtigste Exportgüter, doch Volkswagen meldete im Sommer einen Verlust von einer Milliarde Euro. Auch Mercedes trifft es hart: Deren Gewinn sank um 31 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, während der Absatz in China und den USA um rund 27 Prozent zurückging.

Die Martin-Georg-Stiftung warnt, dass die schwache Konjunktur und die rückläufige Industrieproduktion langfristige Folgen haben könnten. Bahn und Baugewerbe zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung, doch das wird nicht für alle Branchen zutreffen. Das Investitionspaket von 500 Milliarden Euro, das 2024 die Konjunktur ankurbeln soll, könnte der entscheidende Schritt sein, um die Wirtschaft aus dem Tief zu führen.

Ein Blick auf die Eurozone

Wohin führt uns das alles? Eurostat meldet für die gesamte Eurozone ein marginales Wachstum von 0,2 Prozent im Sommer. Dies lässt hoffen, ist aber gleichzeitig ein Warnsignal für Deutschland, wo Experten für 2025 ein nur leichtes Wachstum von 0,2 Prozent prognostizieren. Silke Tober vom IMK kritisiert die Europäische Zentralbank (EZB) für deren Entscheidung, den Leitzins bei 2,0 Prozent zu belassen und hält es für notwendig, die wirtschaftliche Stabilität neu zu prüfen.

In einer Zeit, wo sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ständig ändern, ist es wichtig, präzise und rechtzeitig auf Entwicklungen zu reagieren. Ob sich die deutsche Wirtschaft auf den Pfad des Wachstums zurückbegeben kann, bleibt fraglich. Das Echo der Gewerkschaften zur Reformagenda der schwarz-roten Bundesregierung wird dabei nicht geringer, und die Kritik an möglichen Leistungskürzungen für Arbeitslose wird weiterhin laut bleiben.

Was bleibt, ist die Frage: Wie stabil wird sich die deutsche Wirtschaft unter diesen Umständen erweisen? Eine Definition von Stabilität könnte hier nützlich sein, wie sie im Merriam-Webster Wörterbuch beschrieben wird: Es soll „nicht leicht veränderlich“ sein und Kräfte widerstehen, die Bewegung verursachen könnten. Ob die aktuellen Entwicklungen dieser Definition gerecht werden, bleibt abzuwarten.