Schwäbische Alb im Fokus: Endlagersuche für Atommüll intensiviert!

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Die Bundesgesellschaft für Endlagerung informiert über den aktuellen Stand zur Suche nach Atommülllagern im Alb-Donau-Kreis.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung informiert über den aktuellen Stand zur Suche nach Atommülllagern im Alb-Donau-Kreis.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung informiert über den aktuellen Stand zur Suche nach Atommülllagern im Alb-Donau-Kreis.

Schwäbische Alb im Fokus: Endlagersuche für Atommüll intensiviert!

Es tut sich was in Deutschland, und das nicht nur auf dem Fußballplatz. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat jüngst einen neuen Zwischenstand zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht, und das sorgt für jede Menge Gesprächsstoff. Wie schwaebische.de berichtet, bleibt etwa ein Viertel der deutschen Landesfläche in Bearbeitung, wobei insbesondere Baden-Württemberg und Bayern im Fokus stehen.

Im Laufe der Untersuchungen hat sich gezeigt, dass nur noch 25 Prozent der Landesfläche als potenzielle Standorte infrage kommen – ein erheblicher Rückgang im Vergleich zu über 50 Prozent im Jahr 2020. Die Geologen der BGE haben dabei verschiedene Wirtsgesteine wie Kristallin, Tongestein und Steinsalz im Visier, um herauszufinden, welche geologischen Bedingungen wirklich für die unterirdische Lagerung von Atommüll geeignet sind.

Potenziale und Herausforderungen

Von den ursprünglich 90 Teilgebieten wurden bereits viele als ungeeignet oder wenig geeignet markiert. Interessanterweise hat die Region um Ulm und der Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg sowie Gebiete in Bayern und Niedersachsen das größte Potenzial. Die BGE hat auch Thermal- und Erdölbohrungen in Niedersachsen eingeplant, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Tagesschau.de fügt hinzu, dass nur drei Prozent der Flächen zwei von vier Prüfschritten bestanden haben und somit weiterhin Aussicht auf eine Eignung bestehen.

Der Süden Deutschlands wird als geologisch besonders geeignet angesehen, während das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz und große Teile von Nordrhein-Westfalen sowie das Saarland nun als ungeeignet ausgeschlossen sind. In den kommenden Jahren wird die BGE alle Gebiete überprüfen und bis Mitte 2024 die Bewertungen abschließen. Bis Ende 2027 sollen schließlich 10 bis 20 Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorgeschlagen werden.

Blick in die Zukunft

Der primäre Fokus liegt dabei auf der Suche nach einem finalen Endlager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll, der über mehr als 60 Jahre angefallen ist. Der Standort soll, so die Vorgaben, Sicherheit für bis zu eine Million Jahre bieten. Momentan lagert dieser Atommüll in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern, und mit der Stilllegung der letzten deutschen Atomkraftwerke im April 2023 bleibt die Dringlichkeit der Situation nicht zu übersehen. Der Bundesumweltminister Carsten Schneider drängt auf ein schnelleres Verfahren zur Endlagersuche und plant, Anfang nächsten Jahres einen Gesetzentwurf zur Optimierung des Standortauswahl-Verfahrens vorzulegen.

In einer Zeit, in der das öffentliche Bewusstsein für Umweltthemen steigt, ist die richtige Wahl des Standorts für das Endlager entscheidend. Die BGE-Vorsitzende Iris Graffunder hat herausgestellt, dass Deutschland über gute geologische Formationen für diese wichtige Aufgabe verfügt. Doch wie schwaebische.de ergänzt, besteht die Herausforderung darin, den besten Standort auszuwählen, um unsere Umwelt und unsere Sicherheit für kommende Generationen zu gewährleisten.

Ein Thema, das uns alle angeht und das im kommenden Jahr noch mehr in den Fokus rücken wird. Da bleibt zu hoffen, dass wir ein gutes Händchen bei der Entscheidung haben und letztlich eine Lösung finden, die nicht nur praktikabel, sondern auch zukunftsorientiert ist.