Hausarztpraxis in Schönaich geschlossen: Patienten in großer Not!

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Böblingen: Schönaich verliert Hausarztpraxis, Hunderte Patienten sind betroffen. Medizinische Versorgung und Personalnot stehen im Fokus.

Böblingen: Schönaich verliert Hausarztpraxis, Hunderte Patienten sind betroffen. Medizinische Versorgung und Personalnot stehen im Fokus.
Böblingen: Schönaich verliert Hausarztpraxis, Hunderte Patienten sind betroffen. Medizinische Versorgung und Personalnot stehen im Fokus.

Hausarztpraxis in Schönaich geschlossen: Patienten in großer Not!

In Schönaich sorgt die Schließung der Hausarztpraxis von Susanne Parade für Aufregung und Unruhe unter den Patienten. Seit November 2025 stehen hunderte Bürger ohne medizinische Betreuung da, was eine große Herausforderung darstellt. Während bereits ein klarer Ärztemangel im Ort herrscht, intensiviert sich jetzt die Problematik zusätzlich. Die anderen Hausärztinnen in der Gemeinde, unter ihnen Angela Ober-Ott und Silke Lowatscheff, sind bereits am Limit und haben in den letzten Wochen mit einem Ansturm von Anfragen zu kämpfen. Ihre Praxis hat kürzlich einen Aufnahmestopp verhängt, um die vielen neuen Fälle zu bewältigen. Doch der Aufnahmestopp wurde mittlerweile aufgehoben, da die Dringlichkeit bei vielen Patienten, insbesondere bei älteren Menschen, nicht länger ignoriert werden kann. 

Die Herausforderungen sind enorm: Angela Ober-Ott und ihre Kollegin Lowatscheff haben allein innerhalb eines Monats etwa 50 Überstunden geleistet, um die Anfragen zu bearbeiten. Das erinnert stark an die langen Warteschlangen, die während der Pandemie zu beobachten waren. Die Patientenzahlen sind in Schönaich in den letzten Jahren stark gesunken; gab es früher noch sieben oder acht Ärzte, ist die Lage jetzt angespannt. Die Schließung von Parade’s Praxis kommt für viele als Überraschung und zeigt deutlich, dass die Versorgung mit Allgemeinmedizinern in der Region zu einem kritischen Thema geworden ist.

Ein Umdenken ist nötig

Um die gestrandeten Patienten adäquat zu versorgen, ist eine Umstrukturierung innerhalb der Praxis von Ober-Ott und Lowatscheff unumgänglich. „Wir brauchen einfach mehr Personal“, betont die Ärztin. Die Suche nach neuen Hausärzten oder medizinischen Fachangestellten gestaltet sich jedoch äußerst schwierig. Experten raten dazu, dass die Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen, die zur Früherkennung von Krankheiten dienen, weiterhin regelmäßig stattfinden sollten. Diese umfassen in der Regel Bluttests und körperliche Untersuchungen, die jährlich empfohlen werden. Bei speziellen Risikofaktoren oder bereits bestehenden Erkrankungen kann ein häufigerer Rhythmus erforderlich sein, um die Gesundheit langfristig zu sichern.

Die Schönaicher Verwaltung zeigt sich zwar bereit, Unterstützung bei der Hausarztsuche zu leisten, es ist jedoch nicht ihre primäre Aufgabe. Sie haben bereits Anreize, wie beispielsweise Kindergartenplätze und Baugrundstücke, ins Spiel gebracht, um die Situation zu entschärfen. Doch auch das scheint nicht ausreicht zu sein, um die Lücken in der Patientenversorgung schnell zu schließen. Die Übernahme der alten Praxisräume von Susanne Parade wird als unrealistisch eingeschätzt, da die Infrastruktur und die Patienten schlussendlich bereits verteilt wurden.

Die Dringlichkeit der medizinischen Betreuung ist mittlerweile zu einem Alltagsthema für die Schönaicher geworden. Viele Erkrankungen erfordern schnellstmöglich einen Arztbesuch, sei es bei akuten Symptomen oder zur Langzeitbetreuung. Allgemeinmediziner sind oftmals die erste Anlaufstelle auch bei psychischen Problemen und können nicht nur Medikamente verschreiben, sondern auch Beratungen anbieten und Überweisungen zu Fachärzten erteilen. Die Situation in Schönaich erfordert also ein schnelles Handeln, um jeder Bürgerin und jedem Bürger eine angemessene Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Die Sorgen um die eigene Gesundheit machen sich nicht nur in den Köpfen der Menschen breit, sondern zeigen auch, wie wichtig es ist, die medizinische Infrastruktur zu stärken und neue Lösungen zu finden.

Um in der Zukunft einem solchen Engpass vorzubeugen, sind gemeinsame Anstrengungen von Seiten der Kommunen, der Ärzte und nicht zuletzt der Bürger gefordert. Ein gutes Händchen bei der Initiierung von Ideen und der Zusammenarbeit könnte vielleicht schon bald die Wende bringen. Schönaich, als lebenswerter Ort, sollte in jedem Fall gut versorgt bleiben.